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Seerosengewächse

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Verschiedene Typen von Ufer- und WasserpflanzenVerschiedene Typen von Ufer- und Wasserpflanzen

Seerosengewächse, kleine Familie aquatischer (wasserbewohnender) Blütenpflanzen mit etwa neun Gattungen und 90 Arten (nach anderer Auffassung sechs Gattungen und 60 Arten); die namengebende Gattung heißt Seerose mit 35 bis 50 Arten. Die Familie ist weltweit verbreitet, und ihre durchweg krautigen Arten besiedeln als Schwimmblattpflanzen stehende bis langsam fließende Süßgewässer. Die Blätter sind in der Regel Schildblätter, d. h. der Blattstiel setzt nicht am Blattrand, sondern in der Mitte der Blattfläche an. Seerosengewächse wurzeln mit einem Rhizom am Grund der Gewässer, ihre Blätter treiben an langen Stielen auf der Wasseroberfläche. Dadurch, dass der Stiel kontinuierlich wächst, können sie auch dann an der Oberfläche bleiben, wenn der Wasserspiegel steigt. Der für das Wurzelwachstum benötigte Sauerstoff gelangt durch ein so genanntes Aerenchym (luftführendes Gewebe) über die Blattstiele zu den Wurzeln. Die Blüten stehen stets einzeln, also nicht in Blütenständen vereinigt, und schwimmen ebenfalls an der Wasseroberfläche. Sie bestehen aus drei bis sechs Kelchblättern und vielen Kronblättern mit intensiver, oft leuchtender Färbung sowie zahlreichen Staub- und Fruchtblättern. Viele Seerosengewächse dienen als Zierpflanzen in Teichen; besonders von den Seerosen wurden zahlreiche Hybriden gezüchtet.

Von manchen Botanikern werden auch die Lotosblumen zu den Seerosengewächsen gerechnet, andere Wissenschaftler rechnen sie zu einer eigenen Familie. Neben den Seerosen selbst gehören zu den Seerosengewächsen auch die gelb oder purpurfarben blühenden Teichrosen sowie die Seerosen aus dem Amazonasgebiet mit ihren riesigen, an den Rändern nach oben gebogenen Blättern. Diese sind so stabil gebaut, dass sie selbst ein kleines Kind tragen können.

Die Seerosengewächse werden mit drei oder vier anderen Familien zur Ordnung der Seerosenartigen zusammengefasst. Alle Familien umfassen krautige, ausdauernde (mehrjährige) Wasserpflanzen, die entweder Schwimmblätter wie die Seerosen aufweisen oder aber untergetauchte Blätter wie bei den Hornblattgewächsen. Interessant ist, dass die Seerosengewächse verschiedene Merkmale besitzen, die sowohl Zweikeimblättrigen als auch Einkeimblättrigen Pflanzen gemeinsam sind. Man vermutet daher, dass ihre Vorfahren aus einer Zeit der Evolution der Pflanzen stammen, zu der diese beiden heute existierenden Hauptgruppen sich gerade erst entwickelten.

Systematische Einordnung: Seerosengewächse bilden die Familie Nymphaeaceae aus der Ordnung Nymphaeales. Die namengebende Gattung ist Nymphaea. Teichrosen bilden die Gattung Nuphar, Lotosblumen die Gattung Nelumbo, die teilweise der Familie Nelumbonaceae zugeordnet wird. Die riesigen Seerosen Südamerikas zählen zur Gattung Victoria, die nur zwei Arten umfasst. Die bekannteste Art stammt aus dem Amazonasgebiet und heißt Victoria amazonica. Hornblattgewächse bilden die Familie Ceratophyllaceae.

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