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Gens

Enzyklopädieartikel

Gens (lateinisch: Stamm, Sippe, Volk, zu genus, Geschlecht; Plural: Gentes), Familienverband im antiken Rom, der sich durch die agnatische Abstammung von einem gemeinsamen Vorfahren definierte.

In der Frühzeit der Römischen Republik gliederte sich nur das Patriziat in Gentes, später bildeten auch zu Macht und Einfluss gekommene plebejische Familien Gentes. Eine Gens umfasste mehrere Familien, die in väterlicher Linie auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückging, sowie die Klienten dieser Familien. Die Zugehörigkeit zu einer Gens manifestierte sich im Gentilnamen, dem an zweiter Stelle nach dem Praenomen (Vornamen) und vor dem Cognomen (Beinamen) stehende Bestandteil des Namens (so gehörte z. B. Gaius Julius Caesar zur gens Julia). In der Anfangsphase der Republik dürften die Gentes große politische, rechtliche und soziale Bedeutung gehabt haben, die dann allerdings mit der Fortentwicklung des übergeordneten Staatsverbandes und dem Übergang verschiedener rechtlicher Funktionen auf die familia nach und nach zurückging. Die Gentes waren ursprünglich die unterste Gliederungseinheit des römischen Staatswesens – ein weiterer Hinweis auf ihre zunächst große Bedeutung: Zehn Gentes bildeten je eine Kurie, zehn Kurien je einen Tribus, die drei Tribus zusammen die Gesamtgemeinde.

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