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Windows Live® Suchergebnisse See, Ansammlung von Wasser in einer natürlichen geschlossenen Hohlform der Landoberfläche, die keine direkte Verbindung zum Meer aufweist. Einige Seen werden auch als Meere bezeichnet, wie etwa das Kaspische Meer oder das Tote Meer. Ein See kann durch verschiedene Prozesse entstehen. Die für eine Seenbildung notwendige geschlossene Hohlform kann durch Abdämmungen offener Hohlformen entstehen, wie dies z. B. durch Bergstürze, Moränen oder Schuttkegel der Fall ist. Bei anderen Seen sammelt sich das Wasser in einem durch Eintiefung der Landoberfläche entstandenen Becken. Diese Eintiefung kann durch die Erosion durch Gletscher, tektonische Vorgänge (Verwerfungen, Grabenbrüche), vulkanische Explosionen (Krater) oder Einsturz durch Auslaugungen des Untergrundes entstehen. Die chemischen Eigenschaften des Seewassers hängen im Wesentlichen vom Mineralgehalt ab, der je nach Zuflüssen und Gesteinsart eine unterschiedliche Zusammensetzung aufweist. Von großer Bedeutung sind auch die klimatischen Bedingungen der Region, in der ein See liegt. Die Seen der humiden Gebiete sind ausgeprägte Süßwasserseen. Bei hoher Verdunstung, vor allem in den abflusslosen Seen arider Regionen, steigt die Konzentration der gelösten Substanzen, und die Seen werden zu so genannten Salzseen. Der Hauptbestandteil von Salzseen ist Kochsalz. Bitterseen enthalten viel Magnesiumsulfat, Natriumseen einen hohen Gehalt an Natriumchlorid, -sulfat und -carbonat, Boraxseen enthalten viele Borate. Bei geringen Niederschlägen und hoher Verdunstung schwankt der Wasserspiegel oft stark in Abhängigkeit von der Jahreszeit. Übersteigt die Verdunstung die Wasserzufuhr wesentlich über einen längeren Zeitraum, trocknen die Seen aus. Die Existenz der Seen nach erdgeschichtlicher siehe Zeitrechnung erstreckt sich oft nur über kurze geologische Zeiträume. Seen können durch die Sedimentfracht von einmündenden Flüssen zugeschüttet werden oder durch das fortschreitende Wachstum ihrer Ufervegetation verlanden. Auch Klimaveränderungen wirken sich auf ihre Existenz und ihr Verteilungsmuster aus. Ungefähr 1,8 Prozent der Erdoberfläche sind von Seeflächen bedeckt. Die Verteilung ist weltweit wie auch regional sehr ungleichmäßig. Insbesondere in Gegenden, die der Tätigkeit von Gletschern ausgesetzt sind bzw. waren, gibt es viele Seen (nördliches und südliches Voralpenland, Mecklenburgische und Finnische Seenplatte, die Großen Seen in Nordamerika). Der Niederschlagsreichtum bestimmt neben dem Relief einer Region ebenso die Möglichkeit der Entstehung von Seen. Wassergüte, Mineralgehalt, Fischreichtum, die Eignung als Schifffahrtsweg oder auch die Funktion als Erholungsgebiet ergeben die wirtschaftliche Bedeutung. Der größte See der Erde ist das Kaspische Meer mit einer Fläche von 371 000 Quadratkilometern, gefolgt vom Oberen See in Nordamerika, dem Victoriasee in Afrika, dem Huronsee und dem Michigansee (beide in Nordamerika). Die Fläche des Aralsees – ehemals viertgrößter See der Erde – hat seit 1960 durch intensive Entnahme von Wasser aus seinen Zuflüssen um rund 70 Prozent abgenommen, und seit 1988 ist der See in zwei Abschnitte gegliedert. Der am tiefsten gelegene See der Erde ist das Tote Meer, dessen Wasseroberfläche etwa 408 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Der tiefste Süßwassersee der Welt ist mit einer maximalen Tiefe von 1 637 Metern der Baikalsee. Die ökologische Belastung vieler Seen ist in den vergangenen Jahrzehnten angestiegen. Mittlerweile gilt mehr als die Hälfte der circa fünf Millionen Seen der Erde als verseucht oder übernutzt. Als Hauptursachen hierfür werden vor allem zu starke Wasserentnahme für Bewässerungsprojekte sowie der Eintrag von Chemikalien durch Landwirtschaft und Industrie genannt. Sehr große Gefahr droht den Seen auch durch sauren Regen, der vor allem in Industrienationen und ihren Nachbarstaaten niedergeht.
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