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Quebec

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Sankt-Lorenz-Strom bei QuebecSankt-Lorenz-Strom bei Quebec
Artikelgliederung
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Einleitung

Quebec, auch Québec, Hauptstadt der Provinz Quebec, in Kanada.

Die Stadt liegt am Sankt-Lorenz-Strom und am Saint Charles River, im südlichen Teil der Provinz. Quebec ist ein bedeutender Binnenhafen mit großzügig angelegten, modernen Anlagen für den Frachtumschlag sowie ein Handels-, Finanz- und Kulturzentrum. Ungefähr 85 Prozent aller in Quebec Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungsbereich und in der öffentlichen Verwaltung. Die Industrie umfasst u. a. die Produktion von Papier, Nahrungsmitteln, Eisenwaren, Holzerzeugnissen, chemischen Erzeugnissen, Elektro- und Elektronikwaren. Daneben ist der Fremdenverkehr von wirtschaftlicher Bedeutung. Die wissenschaftlichen Institutionen der Stadt sind bekannt für ihre Forschungsarbeiten im Gebiet der Optik. Sie ist Endstation mehrerer Bahnlinien und verfügt über einen internationalen Flughafen. Der Hafen ist auch für Hochseeschiffe geeignet. Der Großteil der Einwohner Quebecs spricht Französisch.

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Stadtbild

Der älteste Teil von Quebec lässt sich in zwei Hauptgebiete teilen: Die Haute-Ville (Oberstadt) im Stil der französischen Städte des 18. Jahrhunderts liegt auf dem Felsplateau Cape Diamond und die Basse-Ville (Unterstadt) am Meer. Sie ist das ökonomische Zentrum und besteht überwiegend aus modernen Gebäuden. Die Stadtmauer, zwischen 1823 und 1832 errichtet, umgibt den größten Teil der Altstadt von Quebec. Die Zitadelle aus dem 19. Jahrhundert ist weithin sichtbar. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Promenade in der Haute-Ville, die zum Hotel Château Frontenac führt, das Ursulinenkloster aus dem Jahr 1641, das 1650 nach einem Brand wieder aufgebaut wurde und die Kirche Notre-Dame-des-Victoires (1688, ebenfalls nach einem Brand 1759 wieder errichtet). Erwähnenswert sind ebenfalls die Kirche Notre-Dame-de-Quebec (1650), die anglikanische Kathedrale (1793), der National Battlefields Park mit den Plains of Abraham (der Stätte der großen Schlacht von 1759) und den Parlamentsgebäuden, die überwiegend aus dem späten 19. Jahrhundert stammen. Die UNESCO hat die Altstadt Quebecs zum Weltkulturerbe erklärt. Quebec beheimatet die Université Laval (1852), das Nationalarchiv, das Quebec-Museum mit Ausstellungen zur kanadischen Kunst, das Musikkonservatorium (1944), das Grand Théatre (eröffnet 1971), das Musée de la Civilisation und das Théatre Capitole (1903).

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Geschichte

Einst stand an der Stelle der heutigen Stadt ein Indianerdorf namens Stadacona. Dieses entdeckte der französische Eroberer Jacques Cartier, als er das Gebiet 1535 besuchte. Die erste europäische Siedlung wurde von dem Seefahrer Samuel de Champlain gegründet, der hier 1608 eine Handelsstation errichtete. 1629 wurde Quebec von den Engländern eingenommen, drei Jahre später aber von Frankreich zurückerobert. Als die Kolonie Neufrankreich 1663 zur königlichen Provinz ernannt wurde, übernahm Quebec die Rolle als Hauptstadt.

Englische Expeditionen versuchten in den Jahren 1690 und 1711 erfolglos Quebec einzunehmen. 1759, während des Krieges der Franzosen gegen die Indianer, wurde die Siedlung jedoch unter Führung des Generals James Wolfe von den Briten besetzt und im Vertrag von Paris 1763 offiziell von Frankreich an Großbritannien abgetreten. Von 1775 bis 1776, während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, versuchten amerikanische Truppen unter General Richard Montgomery und Colonel Benedict Arnold ebenfalls erfolglos, die Stadt einzunehmen.

Quebec, das 1833 Stadtrecht erhielt, blieb auch unter den Briten bis 1867 Hauptstadt der vereinigten kanadischen Provinzen. Nach der Unabhängigkeit Kanadas wurde die Stadt 1867 Hauptstadt der Provinz Quebec. Im 2. Weltkrieg fanden in Quebec zwei Konferenzen (1943, 1944) der Alliierten statt. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 169 000.

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