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Windows Live® Suchergebnisse KohlenmonoxidEnzyklopädieartikel
Kohlenmonoxid, chemische Verbindung zwischen Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Formel CO. Es ist ein farb- und geruchloses Gas, ist etwas leichter als Luft und wirkt giftig auf Lebewesen. Beim Inhalieren geht es mit dem Hämoglobin im Blut eine Verbindung ein, die die lebensnotwendige Sauerstoffabsorption verhindert und zum Ersticken führt. Kohlenmonoxid bildet sich immer bei unvollständiger Verbrennung (zu wenig Sauerstoff) von Kohlenstoff oder kohlenstoffhaltiger Verbindungen. Selbst wenn die theoretisch benötigte Luftmenge vorhanden ist, verläuft die Reaktion nicht immer vollständig. Die Verbrennungsgase enthalten dann noch kleine Mengen an freiem Sauerstoff und Kohlenmonoxid. Eine derartige unvollständige Reaktion ist immer dann besonders wahrscheinlich, wenn sie sehr schnell abläuft. Das ist beispielsweise beim Automotor der Fall. Aus diesem Grunde enthalten Autoabgase schädliche Mengen an Kohlenmonoxid. Manchmal sogar einige Prozent, obgleich Autokatalysatoren das Niveau unter einem Prozent halten sollten. Befindet sich auch nur ein Tausendstel von einem Prozent Kohlenmonoxid in der Luft, so können Vergiftungssymptome auftreten. Nur von einem Prozent kann in weniger als 30 Minuten zum Tode führen. Kohlenmonoxid ist der Hauptbestandteil in luftverschmutzten Stadtgebieten. Wegen seiner Geruchlosigkeit ist Kohlenmonoxid ein tückisches Gift. Es führt vorerst nur zu leichtem Kopfschmerz, Übel- oder Müdigkeit, anschließend wird man bewusstlos. Ein Automotor, der in einer verschlossenen Garage läuft, kann innerhalb weniger Minuten die Luft vergiften. Heizgas, das bis zu 50 Prozent Kohlenmonoxid enthalten kann, wird meist eine kleine Menge übel riechender Schwefelverbindungen beigefügt, damit man ausströmendes Gas bemerkt. Kohlenmonoxid besitzt als Industriebrennstoff Bedeutung. Sein Heizwert ist über zwei Drittel größer als der von Kohlenstoff. Es ist Bestandteil von Generatorgas, Hochofengas und Kohlengas. Beim Schmelzen von Eisenerz (Hochofenprozess) wirkt Kohlenmonoxid als Reduktionsmittel, d. h., es entfernt den Sauerstoff aus dem Erz. Kohlenmonoxid verbindet sich lebhaft mit Chlor unter Bildung von Carbonylchlorid oder Phosgen. Mit Wasserstoff reagiert es bei Anwesenheit eines Katalysators und Hitze zu Methanol. Kohlenmonoxid kann mit bestimmten Metallen direkt zu gasförmigen Verbindungen reagieren und wird somit zur Reinigung dieser Metalle (z. B. Nickel) verwendet. Kohlenmonoxid schmilzt bei -205 °C und siedet bei -191,5 °C.
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