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Diagnose

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Belastungs-EKGBelastungs-EKG

Diagnose, die Feststellung einer Krankheit. Heute besteht eine Diagnose aus der Aufnahme der Krankengeschichte (Anamnese), der körperlichen Untersuchung sowie Laboranalysen und radiologischen Untersuchungen.

Manche Krankheiten, z. B. Masern und Mumps, sind am äußeren Erscheinungsbild recht einfach zu erkennen. Andere Gesundheitsstörungen, etwa Knochenbrüche, kann man aufgrund der Symptome vermuten, und zur Bestätigung wird eine Röntgenuntersuchung vorgenommen. In vielen Fällen sind aber komplizierte Verfahren notwendig. Um beispielsweise ein Magengeschwür zu erkennen, muss man ein Endoskop – ein biegsames Rohr, mit dem man ins Körperinnere blicken kann – in den Magen einführen. Der Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit besteht bei Brustschmerzen und Unregelmäßigkeiten im Elektrokardiogramm. Den eindeutigen Befund liefert jedoch das Angiogramm, bei dem man ein Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße injiziert. Zur Diagnose von Krebs ist häufig eine Biopsie mit anschließender mikroskopischer Gewebeuntersuchung erforderlich. Selbst am ungeborenen Kind kann man heute in vielen Fällen schon Krankheiten diagnostizieren, entweder durch eine Ultraschalluntersuchung oder durch die Amniozentese, bei der eine Probe des Fruchtwassers entnommen wird.

Immer wichtiger werden auch Labormethoden für die Diagnose. Durch Messung des Hormonspiegels kann man Krankheiten des endokrinen Systems nachweisen. Zählungen der verschiedenartigen Zellen des Blutes, Differentialblutbild genannt, weisen auf Anämien und manche Formen von Krebs hin. Die Laborkultur von Körperflüssigkeiten oder Geweben zum Nachweis bestimmter Krankheitserreger ist eine wichtige Voraussetzung für die Behandlung von Infektionskrankheiten mit Antibiotika.

Bei etlichen Krankheitssymptomen, z. B. Kopfschmerzen, ist eine Diagnose schwierig, weil sie viele Ursachen haben können. Manche Nervenkrankheiten, so die multiple Sklerose und die Chorea Huntington, lassen sich nur durch jahrelange Beobachtung der Symptome sicher diagnostizieren. Um ihre diagnostischen Fähigkeiten zu verbessern, besuchen Ärzte Tagungen, auf denen schwierige Fälle diskutiert werden. Mediziner der Universitätsklinik Würzburg stellten 1997 einen 300 000 DM teuren Simulator für Notfälle vor. Dieses Gerät besteht aus einer lebensgroßen Puppe, die 30 Krankheitsbilder präsentiert und an der sich Diagnosestellung und Therapie trainieren lassen. Die Puppe schreit und bewegt sich wie ein Mensch, der Puls ist tastbar, und die Pupillen erweitern sich. Auch ein Elektrokardiogramm (EKG) kann abgenommen werden.

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