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Windows Live® Suchergebnisse FolsäureEnzyklopädieartikel
Folsäure, Freiname für Pteroylglutaminsäure; zu den Vitaminen des B-Komplexes zählender Naturstoff, der für den menschlichen Organismus essentiell ist und durch die Nahrung aufgenommen werden muss (siehe menschliche Ernährung). Folsäure ist z. B. in Spinat, anderem grünen Blattgemüse, verschiedenen Kohlsorten sowie in Hefe und Milch enthalten. Die physiologisch aktive Form dieses Naturstoffes stellt die 5,6,7,8-Tetrahydrofolsäure dar. Sie ist u. a. an der Bildung von Hämoglobin, Schleimhautzellen sowie biochemischer Vorstufen der DNA (siehe Nucleinsäuren) beteiligt. Folsäuremangel kann bei Erwachsenen Blutbildstörungen sowie gravierende Störungen im Zellstoffwechsel hervorrufen. Eine Unterversorgung wird aber nicht nur durch Fehlernährung verursacht, sondern kann auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antiepileptika, Chemotherapeutika) oder durch Alkoholismus ausgelöst werden. Für Erwachsene empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Zufuhr von 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag. Bei Embryonen kann ein Mangel an Folsäure schwere Neuralrohrdefekte auslösen, die später zu Missbildungen im Bereich des Rückenmarks und des Gehirns führen. Dieses Risiko lässt sich durch zusätzliche Einnahme von Folsäure während der Schwangerschaft senken – zuvor sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.
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