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Parnassiens

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Leconte de Lisle: Le Rêve du jaguarLeconte de Lisle: Le Rêve du jaguar

Parnassiens, französischer Dichterkreis in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ihr bedeutendster Vertreter war der Dichter Leconte de Lisle. Die literarische Bewegung der Parnassiens befürwortete das Experiment mit Vers- und metrischen Formen. Sie bildete sich parallel zum Realismus, der sich im späten 19. Jahrhundert in der Dramen- und Romanliteratur manifestierte. Die Bezeichnung Parnassiens leitet sich von dem Titel des Publikationsorgans der Bewegung ab: der Anthologie Le Parnasse contemporain (1866-1876). In Opposition zur Romantik war das Schaffen der Parnassiens von der Ästhetik des L’art pour l’art (Kunst um der Kunst willen) bestimmt. Gegenstand ihrer literarischen Werke waren exotische Themen, die in vers- und reimtechnischer Perfektion dargestellt wurden. Die Grundsätze der Bewegung hatte bereits 1835 Théophile Gautier im Vorwort zu seinem Roman Mademoiselle de Maupin formuliert. Auch sein Gedichtband Émaux et camées (Emaillen und Kameen) hatte großen Einfluss auf die Werke bedeutender Vertreter der Parnassiens-Bewegung, wie etwa José Maria de Heredia. Dichtung nach der Art der Parnassiens entstand nicht nur in Frankreich, sondern in ganz Europa. Später wurde sie vom Symbolismus unter der Führung der französischen Dichter Mallarmé und Verlaine abgelöst, die in jungen Jahren selbst der Schule der Parnassiens angehört hatten.

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