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Windows Live® Suchergebnisse Harold Clayton LloydEnzyklopädieartikel
Harold Clayton Lloyd (1893-1971), amerikanischer Filmschauspieler. Neben Charlie Chaplin und Buster Keaton ist er der bedeutendste amerikanische Komiker der Stummfilmära. Lloyd wurde am 20. April 1893 als Sohn eines Photographen in Burchard (Nebraska) geboren. Er besuchte die School of Dramatic Art in San Diego, ehe er 1912 als Statist bei den Produktionsgesellschaften Edison und Universal seine Filmkarriere begann. Als „Lonesome Luke” stand Lloyd von 1915 bis 1917 in fast 100 einaktigen Komödien vor der Kamera. 1917 kreierte er seine bekannte Figur des tollpatschigen, optimistischen, jungen Durchschnittsamerikaners mit Brille und Strohhut, die er auch in seinem ersten abendfüllenden Film, Grandma’s Boy (1922; Großmutters Liebling), verkörperte. Lloyds Slapstick-Komödien hatten großen kommerziellen Erfolg und waren im Vergleich zu anderen Arbeiten seiner Zeit realistisch und technisch ausgereift. Zu seinen besten Filmen zählen Safety Last (1923; Ausgerechnet Wolkenkratzer), The Freshman (1925; Der Sportstudent), The Kid Brother (1927; Der kleine Bruder), Movie Crazy (1932; Filmverrückt) und The Milky Way (1935/36; Ausgerechnet Weltmeister). Viele seiner Filme, in denen er die Stuntszenen selbst übernahm, wurden von Fred Newmeyer und Sam Taylor inszeniert. Weitere Werke sind Girl Shy (1924; Mädchenscheu), For Heaven’s Sake (1926; Um Himmels Willen), Welcome Danger (1929; Der Drachentöter) und Professor Beware (1938; Der gejagte Professor). Bis 1947 drehte er fast 500 Stummfilm- und Tonfilmkomödien, sein letzter Film war Mad Wednesday! (1947; Verrückter Mittwoch). Lloyd wurde 1952 mit einem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In den sechziger Jahren brachte er zwei Sammlungen von Szenen aus seinen alten Filmen heraus, Harold Lloyd’s World of Comedy (1962), die er unter großem Beifall bei den Filmfestspielen von Cannes vorführte, und The Sunny Side of Life (1963). Er veröffentlichte zwei Memoirenbände: An American Comedy: An Autobiography (1928) und Harold Lloyd’s World of Comedy (1964). Harold Lloyd starb am 8. März 1971 in Hollywood.
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