Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Mamelucken", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Mamelucken

Windows Live® Suchergebnisse

  • d_mamelucken

    In der großen mameluckischen Moschee in Tripoli/Libanon Mamelucken Mamelucken waren waren Söldner islamischer Herrscher, Krieger, die oft schon im Kindesalter auf Sklavenmärkten ...

  • Mamelucken - Wikipedia

    Mamelucken , auch Gh ulām , waren ursprünglich Militär sklaven türkischer Herkunft in einigen islamischen Herrschaftsgebieten. Den Mamelucken gelang es unter anderem im Jahre ...

  • Mamluken – Wikipedia

    Weitergeleitet von Mamelucken ) ... Mamluken , auch Gh ulām , waren ursprünglich Militär sklaven türkischer Herkunft in ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Mamelucken

Enzyklopädieartikel

Mamelucken, auch Mamluken, Kriegersklaven, die ab etwa dem 9. Jahrhundert von den muslimischen Kalifen aus dem türkisch-kaukasischen Bereich importiert, gut ausgebildet, zum Islam bekehrt, teilweise freigelassen und im Kriegs- und Staatsdienst eingesetzt wurden.

Die Mamelucken sollten ursprünglich nur die wenig zuverlässigen arabischen Truppen der Kalifen ersetzen, gewannen dann aber als besondere Schutztruppe des Kalifen eine außerordentlich einflussreiche Stellung, aus der heraus sie die Abbasiden-Kalifen de facto beherrschten; um die Mitte des 10. Jahrhunderts wurden sie in dieser Position jedoch von den iranischen Bujiden abgelöst.

In Ägypten stürzten die Mamelucken, hier ebenfalls als Elitetruppen eingesetzt, im Rahmen der Kreuzzugswirren 1250 die Aijubiden-Dynastie und übernahmen als Sultane selbst die Herrschaft. Unter den zunächst dominierenden türkischen Bahriten erlebte das ägyptische Sultanat eine deutliche Erweiterung seines Herrschaftsbereichs und entwickelte sich parallel zum Niedergang Bagdads zum politischen und religiösen Zentrum der muslimischen Welt. Unter Sultanen wie etwa Baibars I. wehrten die ägyptischen Mamelucken Angriffe der Mongolen ab und eroberten die letzten Stützpunkte der Kreuzfahrer in Palästina und Syrien und schließlich auch Kleinarmenien; im Süden dehnten sie ihre Herrschaft über Teile Nubiens aus. 1382 wurden die Bahriten als herrschende mameluckische Schicht von den tscherkessischen Burdjiten abgelöst, bei denen, anders als bei den Bahriten, bei der Nachfolgeregelung im Sultanat nicht die Erbfolge überwog, vielmehr bestimmten die Burdjiten einen neuen Sultan meist durch eine Wahl. Unter den Burdjiten setzte im 15. Jahrhundert ein allmählicher Machtverfall ein; Ursachen waren neben den zunehmenden inneren Krisen und Machtkämpfen u. a. militärische Niederlagen wie z. B. 1400 gegen Timur-i Läng und 1500/1509 zu See gegen die Portugiesen sowie der ökonomische Niedergang Ägyptens nach der Entdeckung des Seeweges nach Indien um Afrika.

1517 mussten sich die Mamelucken schließlich den Osmanen unter Selim I. geschlagen geben, Ägypten kam unter osmanische Herrschaft. Die führende Schicht in Ägypten blieben aber weiterhin die Mamelucken, die als Beis (hohe Beamte) in osmanischen Diensten nach wie vor Politik und Verwaltung maßgeblich bestimmten. 1798 schlug Napoleon I. bei den Pyramiden die Mamelucken; nach dem Abzug der Franzosen aus Ägypten 1801 suchten die Mamelucken ihre beherrschende Stellung zurückzugewinnen, unterlagen in der Auseinandersetzung um die Macht aber schließlich dem osmanischen Statthalter in Ägypten, Mehmed Ali, der 1811 die Führer der Mamelucken in einem Massaker ermorden ließ.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft