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Windows Live® Suchergebnisse ApachenEnzyklopädieartikel
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Apachen (englisch Apache), Sammelbezeichnung für sechs verschiedene Indianerstämme verwandter Kulturen. Die Apachen gehören der athapaskischen Sprachgruppe an. Sie leben im Südwesten der USA (Arizona, New Mexico) sowie in Mexiko. Heute gibt es etwa 23 000 Apachen.
Die Apachen waren zunächst Nomaden. Sie ernährten sich vorwiegend durch die Bisonjagd, betrieben aber auch Landwirtschaft. Die Spanier drangen im späten 16. Jahrhundert als Erste in das Gebiet der Apachen ein und unterbrachen die alten Handelsverbindungen, die diese zu ihren Nachbarn unterhielten. Als New Mexico 1598 spanische Kolonie wurde, nahmen die Kampfhandlungen zwischen Apachen und Spaniern zu. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts zwang ein Zustrom von Comanchen die Lipan und andere Apachenvölker, weiter nach Süden zu ziehen, was bedeutete, dass sie sich von ihrer Hauptnahrungsquelle, den Bisons, entfernten. Viele Apachen beschafften sich ihre Nahrung durch Überfälle und Plünderungen. Der Zug der amerikanischen Siedler nach Westen war ebenso begleitet von Apachen-Überfällen wie der Erwerb New Mexicos durch die Vereinigten Staaten im Jahr 1848. Zwischen Indianern und Militär gab es immer wieder heftige Auseinandersetzungen, bis man alle Apachenstämme in Reservate zwang. 1868 waren alle Stämme bis auf die Chiricahua unterworfen. 1872 unterzeichnete deren Häuptling Cochise einen Vertrag mit der amerikanischen Regierung und zog mit seinem Stamm in ein Reservat in Arizona. Die letzte Gruppe aufständischer Apachen unter Häuptling Geronimo wurde 1886 geschlagen.
In der traditionellen Kultur der Apachen sammelten die Frauen Nahrung und Holz, die Männer jagten und gingen auf Beutezug. Die meisten Familien lebten in so genannten Wickiups, kuppelförmigen Reisighütten, oder in Tippis, kegelförmigen Stangenzelten aus Bisonfell. Polygynie war üblich (siehe Polygamie). Die Religion war ein elementarer Bestandteil des Lebens. Zu den bekannteren übernatürlichen Wesen gehören die so genannten ga’ns, Schutz- und Berggeister, die u. a. in der – teilweise noch heute üblichen – Initiationszeremonie der Mädchen vorkommen. Inzwischen leben die meisten Apachen in den Reservaten Arizonas und New Mexicos. Sie betreiben Ackerbau und Viehzucht oder verdienen ihr Geld mit Tourismus. Doch gibt es eine hohe Zahl von Arbeitslosen. Die Lebensweise der heutigen Apachen ist aus traditionellen Elementen und zeitgenössischer amerikanischer Kultur gemischt.
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