Windows Live® Suchergebnisse- Anilin – Wikipedia
Anilin [aniˈliːn] (von arabisch an-nil „ Indigopflanze “) ist eine farblose, leicht ölige Flüssigkeit mit süßlichem Geruch, die an der Luft leicht bräunlich wird. - Anilin, Aminobenzol
Eigenschaften: Anilin ist ein starkes Blutgift. Es oxidiert den roten Blutfarbstoff Hämoglobin zu Methämoglobin und verhindert damit den Sauerstofftransport im Blut. - anilin
Beschreibung: Anilin ist eine farblose bis bräunliche, leicht ölige Flüssigkeit mit süßlichem Geruch. Sie ist in Wasser schwach löslich, in Alkohol, Ether und ölen leicht ... Alle Suchergebnisse anzeigen: Windows Live® Suchergebnisse
Anilin
Enzyklopädieartikel
Anilin (auch Phenylamin), chemische Formel C6H5NH2, farblose bis bräunliche Flüssigkeit, die schwer löslich in Wasser und löslich in organischen Lösungsmitteln ist. Anilin wurde erstmals 1826 bei der Behandlung von Indigo mit Kalk entdeckt. Das Wort Anilin wurde vom Namen Anil des indischen Indigostrauches abgeleitet. Dieser Name stammt wiederum vom arabischen Wort annil (blau) ab:
Im Jahr 1856 versuchte der englische Chemiker William Henry Perkin aus Anilin mit Kaliumdichromat Chinin zu synthetisieren. Er gewann bei der Umsetzung eine violette Substanz, die man später als Farbstoff verwendete. Perkin nannte diesen Farbstoff Mauvein und errichtete eine Fabrik, um die Substanz kommerziell zu produzieren. Sein Unternehmen war sehr erfolgreich. Besonders durch die systematische Untersuchung der von Perkin durchgeführten Reaktion, gelang es kurze Zeit später auch andere Farbstoffe auf der Basis des Anilins oder anderer Komponenten des Steinkohlenteers zu synthetisieren. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Arbeiten des deutschen Chemikers August Wilhelm von Hofmann zu nennen – Perkin war einer seiner Schüler. Von Hofmann lieferte praktisch den Schlüssel zum System, das vielen Farbstoffen zu Grunde liegt. In der Folgezeit traten synthetische Farbstoffe immer stärker in Konkurrenz zu den natürlichen Farbprodukten – heutzutage sind letztere fast vollständig durch synthetische Produkte ersetzt worden.
Anilin wird industriell am einfachsten durch Reduktion von Nitrobenzol mit Eisen in Gegenwart von Salzsäure (siehe Chlorwasserstoff) hergestellt. Gebräuchlich ist auch die unter hohem Druck durchgeführte katalytische Umsetzung (siehe Katalysator) von Ammoniak mit Chlorbenzol. Beide Verfahren gehen vom Rohstoff Benzol aus.
Anilin wird u. a. auch zur Herstellung von Polyurethanen verwendet (Kunststoffen). Außerdem dient es zur Produktion von Farbstoffen, Arzneimitteln (z. B. Sulfanilamid), Explosivstoffen sowie anderen synthetischen Chemikalien.
Anilin schmilzt bei -6 ºC und siedet bei 184 ºC.
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