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YogaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Die Lehren und Praktiken des Yoga lassen sich auf die Zeit der Upanishaden zurückdatieren. Die wesentlichen Praktiken des Yoga sind hauptsächlich in den Maitrī Upanishaden enthalten. Sie wurden überarbeitet und fanden ihre philosophische Grundlage in dem Yogasutra des Patandschali, des indischen Gelehrten des 2. Jahrhunderts v. Chr., der allgemein als Begründer des Yoga angesehen wird. Patandschali leitete seine Lehre von dem Sāmkhya ab, dem ältesten klassischen System der Hindu-Philosophie. In seinem Bestreben, eine Entwicklungstheorie zu finden, wandte er sich von dem klassischen System ab und vereinte den Gottesbegriff (Iśvara) mit der atheistischen Perspektive des Sāmkhya. Der Begriff ist jedoch kein fester Bestandteil der Yogalehre, und es wird die Auffassung vertreten, dass er im Widerspruch zu dem übrigen System stehe. Man kann jedoch sagen, dass im Gegensatz zu anderen hinduistischen Systemen beim Yoga die Lehre gegenüber den Praktiken eine untergeordnete Rolle spielt. Als praktisches System war der Yoga von Anfang an eine der einflussreichsten Richtungen des Hinduismus. Der starke Einfluss des Yoga zeigt sich auch im Buddhismus, bei dem Enthaltsamkeit und geistige Übungen ebenfalls eine große Rolle spielen. Yoga erfreut sich auch in westlichen Ländern immer größerer Beliebtheit. Zu den Anhängern des Yoga zählen auch die englischen Schriftsteller Major Francis Yeats-Brown, Aldous Huxley und Christopher Isherwood, der Schriftsteller Mircea Eliade und der englische Musiker Lord Yehudi Menuhin. In den letzten Jahren haben Experten auf dem Gebiet der körperlichen Fitness Yogaübungen als Mittel zur seelischen Reinigung, zur Stärkung von Nerven und Muskeln und allgemein zur Verbesserung des Gesundheitszustands und für ein längeres Leben empfohlen.
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