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  • Claude Lorrain – Wikipedia

    Claude Lorrain, auch bekannt als Claude Gellée oder Claude Le Lorraine, (* 1600 in Chamagne, Lothringen; † 23. November 1682 in Rom) war ein französischer Maler des Barock, der ...

  • Städel-Museum: Claude Lorrain

    Christus erscheint Maria Magdalena (Noli me tangere), 1681 . Inv.Nr. 1479, Öl auf Leinwand, 85 x 41 cm "Rühre mich nicht an", spricht der auferstandene Christus zu Maria ...

  • Claude Lorrain

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Claude Lorrain

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Jakob und die Töchter des Laban (1654), Petworth House, SussexJakob und die Töchter des Laban (1654), Petworth House, Sussex

Claude Lorrain, eigentlich Claude Gellée, genannt Le Lorrain („der Lothringer”; 1600-1682), französischer Maler und Radierer, der neben Nicolas Poussin zu den großen Meistern der klassischen Landschaftsmalerei im 17. Jahrhundert zählt, die, inspiriert von der klassischen Antike, die Natur harmonisch, heiter und oft in majestätischer Größe darstellte. Ihre Gegenstände entnahm sie hauptsächlich der griechischen und römischen Mythologie sowie biblischen Quellen, und die die Landschaften bevölkernden Figuren tragen meist bäuerliche oder antike Tracht. Claudes spezifischer Beitrag zur Darstellung der idealen Landschaft war sein unübertroffener Umgang mit dem Licht, sowohl in seinen frühen Gemälden, die durch kraftvolle und dramatische Lichteffekte auffallen, wie in seinem Spätwerk, in dem ein sanftes, ruhiges Licht vorherrscht.

Claude wurde im Herzogtum Lothringen geboren. Mit 14 Jahren ging er nach Rom, wo er mit kürzeren Unterbrechungen bis zu seinem Tod lebte. Sein wichtigster Lehrer wurde der italienische Maler Agostino Tassi, der ihn in den Grundlagen der Landschafts- und Seemalerei sowie in der Perspektive unterrichtete. Ebenso wurde er durch die lichterfüllten Räume und Landschaften des deutschen Malers Adam Elsheimer beeinflusst, dessen ausdrucksstarke Lichtwirkung und bühnenartigen Bildaufbau er nachahmte und weiterentwickelte, und von den italienischen Malern Annibale Carracci und Domenichino, deren monumentale Landschaften ihn zu größeren Bildformaten anregten.

Seine künstlerische Entwicklung vollzog sich in mehreren Stufen. In der Frühphase waren seine Landschaften oft durch schräg einfallendes Licht und andere Lichtexperimente gekennzeichnet. Neben Szenen aus dem Hirtenleben malte er häufig Hafenszenen mit ankernden Schiffen vor in stimmungsvolles Licht getauchten, schimmernden Wasserflächen, gerahmt von antiken Ruinen oder Palästen. In Hafen bei Sonnenaufgang (1634, Eremitage, Sankt Petersburg) dient erstmals eine sichtbare, über dem Horizont aufgehende Sonne dazu, dem Bild räumliche Tiefe zu verleihen. Als nach 1630 erste Fälschungen seiner Werke auftauchten, begann Claude um 1635, sein so genanntes Liber Veritatis („Buch der Wahrheit”, heute Britisches Museum, London) zu führen, in dem er nahezu alle seine Gemälde in Zeichnungen festhielt, um ihre Identifikation zu erleichtern. So entstand ein Werkverzeichnis, das auch für die zeitliche Einordnung seiner Bilder von unschätzbarem Nutzen ist. In seiner zweiten Phase, die etwa ab 1640 anzusetzen ist, wurden seine Bilder abgeklärter, durchdrungen von einem warmen, gleichmäßigen Licht, wie die Landschaft Die Hochzeit von Issak und Rebecca (1648, National Gallery, London). Ab etwa 1660 fand Claude zu einer immer visionäreren und symbolistischeren Darstellungsweise mit einer kühlen, silbrigen Farbtönung unter Wiederbelebung dramatischer Lichteffekte.

Claude starb am 23. November 1682 in Rom. Seine Kunst beeinflusste die meisten Landschaftsmaler des 18. und 19. Jahrhunderts in ganz Europa. Vor allem J. M. W. Turner wurde von seinen Kompositionen angeregt. Bedeutende Sammlungen der Werke Claudes besitzen die Eremitage in Sankt Petersburg, die National Gallery in London und der Pariser Louvre.

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