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Windows Live® Suchergebnisse Benedikt XIII.Enzyklopädieartikel
Benedikt XIII. zuvor Pedro de Luna, (um 1342 bis 1423), Gegenpapst (1394-1417/23). Pedro de Luna entstammte einem alten aragonesischen Adelshaus. Nach seinem Studium in Frankreich wurde er Professor des Kirchenrechts an der Universität Montpellier, und 1375 wurde er zum Kardinal erhoben. Beim Ausbruch des Abendländischen Schismas 1378 bemühte er sich um die Anerkennung des avignonischen (siehe Avignonisches Exil) Papstes Klemens VII. durch die Reiche der Iberischen Halbinsel. 1394 zu dessen Nachfolger gewählt, schwebte ihm zur Lösung des Schismas die Eroberung Roms und Beseitigung des Rivalen (Bonifatius IX.) vor. 1398 drängte die Universität Paris auf eine Konzilsentscheidung in Sachen Schisma, worauf Frankreich Benedikt die Obödienz entzog und sich ein Teil seiner Kardinäle von ihm lossagte. Von Frankreich ab 1399 in seinem Palast in Avignon festgesetzt, floh Benedikt 1403, doch Frankreich kehrte unter seine Obödienz zurück und erklärte 1408 seine Neutralität gegenüber den beiden Päpsten, dem avignonischen und dem römischen. Benedikt berief im November 1408 eine Synode in Perpignan ein, die ihn zwar als rechtmäßig anerkannte, aber seine Abdankung empfahl. Benedikt bot dem seit März 1409 tagenden Konzil in Pisa seinen Rücktritt für den Fall an, dass der römische Papst Gregor XII. abdanke oder abgesetzt würde. Am 5. Juni 1409 verurteilte das Konzil beide als Schismatiker und erhob Alexander V. zum Papst – mit dem Erfolg, dass nun drei Päpste amtierten. Benedikts Obödienz war auf Kastilien, Aragonien, Schottland, einige Teile Frankreichs und einige Städte Italiens beschränkt. Nach Verhandlungen zwischen den Vertretern des Konstanzer Konzils und Benedikts Getreuen verlor er seine Anhängerschaft und wurde vom Konzil am 26. Juni 1417 abgesetzt. Obwohl bis zu seinem Tod am 23. Mai 1423 in der Seefestung Peñiscola bei Valencia gefangen gehalten und nur noch von Aragonien unterstützt, hielt sich Benedikt weiterhin für den rechtmäßigen Papst. Wenige Monate vor seinem Tod hatte er sogar noch vier Kardinäle ernannt.
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