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  • Alexander II. (Russland) – Wikipedia

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Alexander II. Nikolajewitsch (von Russland)

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Bombenanschlag auf Zar Alexander II.Bombenanschlag auf Zar Alexander II.

Alexander II. Nikolajewitsch (von Russland), (1818-1881), russischer Zar (1855-1881), Sohn Zar Nikolaus' I. und Neffe Alexanders I.

Alexander II. übernahm den Thron während des Krimkrieges, der 1856 durch den Frieden von Paris beendet wurde. In den sechziger Jahren führte Alexander einige grundlegende Reformen durch: 1861 hob er nach preußischem Vorbild die Leibeigenschaft in ganz Russland auf und schaffte die Leibesstrafe ab. 1864 führte er eine beschränkte Selbstverwaltung in den Städten und auf dem Lande (siehe Semstwo) ein und reorganisierte das Rechts-, Finanz-, Verwaltungs- und Schulwesen. Außerdem schaffte er im Heer die 15-jährige Dienstpflicht für Bauern ab und führte die allgemeine Wehrpflicht ein.

Die Außenpolitik Alexanders zielte darauf ab, das durch den Frieden von Paris in der so genannten Pontusklausel auferlegte Verbot, im Schwarzen Meer Kriegsschiffe zu stationieren, zu revidieren; zu diesem Zweck verbündete sich Alexander mit Preußen. 1870 wurde die Pontusklausel aufgehoben, und 1872 der Dreikaiserbund zwischen Russland, Österreich und Preußen geschlossen. Der Bund zerbrach jedoch infolge des Russisch-Türkischen Krieges von 1877/78 und des Vorfriedens von San Stefano, der Russland zwar bedeutenden Gebietszuwachs brachte, zugleich aber das Misstrauen Österreichs und auch Großbritanniens hervorrief. Auf dem Berliner Kongress 1878 musste Russland Teile seiner Erwerbungen auf dem Balkan wieder abgeben. 1867 hatte Alexander die russischen Besitzungen in Nordamerika, das heutige Alaska, an die Vereinigten Staaten verkauft, dafür zwischen 1865 und 1876 weite Teile Mittelasiens (u. a. Taschkent, Samarkand, Buchara) erobert. Alexander, der bereits drei Attentate unverletzt überstanden hatte, fiel 1881 einem Bombenanschlag der revolutionären Gruppe Volkswille (Narodnaja Wolja, siehe Narodniki) zum Opfer.

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