Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Fraktur

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Fraktur

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Fraktur eines WadenbeinsFraktur eines Wadenbeins

Fraktur, Bruch des Knochens oder verknöcherten Knorpels.

Man unterscheidet zwischen geschlossenen Brüchen, bei denen der Bruch an der Oberfläche nicht sichtbar ist und offenen Brüchen, die eine offene Wunde verursachen und bei denen der Knochen häufig von außen sichtbar ist. Ist ein Knochen nur an einer Stelle gebrochen, so spricht man von einem einfachen Bruch; gibt es mehrere Brüche am selben Knochen, so handelt es sich um einen mehrfachen Knochenbruch. Darüber hinaus unterscheidet man zwischen vollständigem und unvollständigem Bruch, je nachdem, ob der Knochen nur angebrochen oder ganz gebrochen ist. Angebrochene Knochen findet man häufiger bei Kindern, da deren Knochen noch sehr elastisch sind. Die meisten Brüche treten nur bei schwerer Belastung des Knochens auf; in Einzelfällen kann allerdings auch schon ein Ballwurf genügen, um einen Knochen brechen zu lassen.

Gewöhnlich sind die Symptome für einen Knochenbruch starke örtliche Schmerzen vor allem an der Bruchstelle, Anschwellen und eine leichte Verformung des betroffenen Körpergliedes. Nur das Röntgenbild kann Aufschluss darüber geben, um welche Art von Bruch es sich handelt.

Eine offene Fraktur wird mit Antiseptika und Antibiotika behandelt. Ist die Bruchstelle verkeilt oder versetzt, hilft nur Dehnen oder Strecken des betroffenen Gliedes, um den Knochen wieder in die richtige Lage zu versetzen. Dabei ist Vorsicht geboten, damit die Bänder nicht verletzt werden. Kann der Bruch auf diese Weise nicht gerichtet werden, so muss der Knochen operativ mit Nägeln, Drähten oder Metallplatten wiederhergestellt werden. Nach dem Einrichten des Bruches wird das Körperglied meist in einem Streckverband oder mit Gips geschient, um den Heilungsprozess ungestört vonstattengehen zu lassen. Im Falle eines Rippenbruches wird der Brustkorb mit einem Verband stabilisiert, damit die Atmung nicht allzu viel Schmerz verursacht. Während der Heilungsphase produziert der Körper neues Gewebe an der Bruchstelle, eingelagerte Mineralien lassen diesen Bereich aushärten. Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie in Berlin wurde 2000 über den erfolgreichen Einsatz einer Ultraschalltherapie bei schwer heilenden Knochenbrüchen berichtet: Die Bruchstelle wird mit gepulstem Ultraschall behandelt, wobei offenbar mechanische Kräfte die Knochenzellen aktivieren. Wie die Zeitschrift Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine 2000 berichtete, birgt der häufige Konsum von Colagetränken für junge Mädchen ein erhöhtes Knochenbruchrisiko, weil der Phosphorgehalt dieser Getränke Calcium verdrängt und zu einem Verlust an Knochenmasse führt. Fachärzte teilten 2001 auf einem Röntgenkongress in Wiesbaden mit, Kindern und Jugendlichen würde nach Kopfverletzungen häufig – oft auf Drängen der Eltern – der Schädel geröntgt. Dies sei unnötig, da einerseits ein Schädelbruch nicht behandelbar sei und man andererseits Gehirnverletzungen auf Röntgenaufnahmen nicht erkennen könne.

Siehe auch Osteoporose

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft