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Windows Live® Suchergebnisse AgarEnzyklopädieartikel
Agar, kolloidales, gelbildendes Kohlenhydrat mit vielfältigen Anwendungsbereichen in Forschung und Industrie. Agar kommt in der Zellwand mehrerer Rotalgenarten vor, insbesondere bei fernöstlichen Arten der Gattung Gelidium. Er löst sich sehr gut in heißem Wasser; beim Erkalten erstarrt bereits eine einprozentige Lösung zu einer festen, aber elastischen Masse. Agar dient zur Verfestigung von Süßigkeiten, Cremes und Lotionen und wird auch Konserven mit Fisch und Fleisch zugesetzt; bei der Herstellung von Speiseeis und Eisdessert verwendet man Agar zur Verbesserung der Konsistenz. Während der Weinherstellung sowie (in manchen Ländern) beim Bierbrauen entfernt man mit Agar Trübungen. Die Textilindustrie setzt diesen Stoff als Bindemittel ein. Außerdem ist die Substanz im Labor ein (bereits von dem Bakteriologen Robert Koch verwendeter) hervorragender Nährboden für die Anzucht von Bakterien und Pilzen, weil Agar chemisch sehr stabil ist und von Mikroorganismen nicht angegriffen wird. Agar wird aus Seetang gewonnen: Der Tang wird ausgekocht, die Lösung abgekühlt und getrocknet und das Produkt als Pulver oder in Streifen in den Handel gebracht. Der ursprüngliche Name Agar-Agar ist das malaiische Wort für eine südostasiatische Art des Seetanges; früher wurde Agar ausschließlich im Fernen Osten hergestellt, heute gewinnt man ihn aber auch in anderen Küstengegenden am Pazifik, z. B. in Kalifornien und Australien.
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