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Windows Live® Suchergebnisse Malcolm X.Enzyklopädieartikel
Malcolm X., eigentlich Malcolm Little, (1925-1965), amerikanischer Bürgerrechtler, einer der führenden Vertreter des schwarzen Nationalismus. Malcolm X wurde am 19. Mai 1925 in Omaha (Nebraska) geboren. Malcolms Vater, ein Baptistenpfarrer, war Anhänger von Marcus Garvey, dem Führer der Schwarzen in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Als Malcolm sechs Jahre alt war, wurde sein Vater nach Drohungen seitens des Ku Klux Klans ermordet. Malcolm kam dann zuerst zu Pflegeeltern und anschließend in eine Besserungsanstalt. Nach der achten Klasse zog Malcolm nach Boston, wechselte mehrmals die Arbeitsstelle und geriet in kriminelle Kreise. 1946 wurde er wegen Einbruchs zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Im Gefängnis kam Malcolm in Kontakt mit der Lehre Elijah Muhammads, dem Führer der Black Muslims, auch Nation of Islam (Nation des Islam) genannt. Malcolm verbrachte seine Zeit im Gefängnis damit, sich weiterzubilden und mehr über die Black Muslims und ihre Theorie zur Rassentrennung zu erfahren. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis 1952 trat Malcolm in Detroit den Black Muslims bei und nannte sich ab jetzt Malcolm X; seinen Nachnamen, Zeugnis des Sklaventums, ersetzte er durch ein X als Symbol für den unbekannten Namen seiner afrikanischen Vorfahren. Anfang der sechziger Jahre war die Nation of Islam weit bekannt geworden und Malcolm X ihr prominentester Vertreter. 1963 überwarf er sich jedoch u. a. mit seiner Äußerung, dass US-Präsident John F. Kennedy an seiner Ermordung selbst schuld gewesen sei, mit Elijah Muhammad und den Black Muslims. Im folgenden Jahr gründete Malcolm eine schwarze, nationalistische Vereinigung, die Organization of Afro-American Unity (OAAU; Organisation der Afro-Amerikanischen Einheit). 1964 unternahm Malcolm eine Pilgerreise nach Mekka, der heiligen Stadt des Islam. Diese sowie zwei weitere Reisen nach Afrika und Europa brachten ihn dazu, von seiner Überzeugung, alle Weißen seien böse, abzugehen und fortan die Solidarität zwischen den Rassen und eine übergreifende Revolutionstheorie zu propagieren. Außerdem änderte er seinen Namen in El-Hajj Malik El-Shabazz. Am 21. Februar 1965 wurde Malcolm während einer Rede bei einer OAAU-Versammlung von Männern ermordet, die angeblich mit den Black Muslims in Verbindung standen. Zusammen mit Alex Haley schrieb Malcolm X seine Erinnerungen The Autobiography of Malcolm X (1965; Der schwarze Tribun).
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