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JordanienEnzyklopädieartikel
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Nur 3,1 Prozent des Landes sind für die landwirtschaftliche Nutzung geeignet, und nur ein kleiner Teil wird bewässert. Die Landnutzung im Regenfeldbau wird durch die starken jahreszeitlichen Schwankungen der Niederschläge erschwert. Wichtige Anbauprodukte sind Weizen und Gerste. Früchte, in erster Linie Oliven, Mandeln, Feigen, Bananen, Citrusfrüchte, Melonen, Weintrauben und Aprikosen, sowie Gemüse wie Gurken, Tomaten und Linsen werden für den Export angebaut. Der Viehbestand umfasst vor allem Schafe, Rinder, Ziegen, Esel, Maultiere und Geflügel; im Golf von Akaba findet Fischfang statt.
Bedeutende Industriebetriebe sind eine Phosphatfabrik, ein Zementwerk, ein Wasserkraftwerk und eine Erdölraffinerie, die alle östlich des Jordans angesiedelt sind. Jordanien zählt zu den größten Phosphatexporteuren der Erde. Die Jahresproduktion liegt bei rund 2 Millionen Tonnen. Auch andere Bodenschätze werden gefördert, u. a. Erdöl. Bedeutende Produktionszweige sind Textil-, Papier-, Lebensmittel- und Glasindustrie sowie die Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen.
Seit 1950 hat Jordanien seine eigene Währung, den Jordan-Dinar (1 JD) zu 1 000 Fils. Die wichtigsten Ausfuhrgüter Jordaniens sind neben chemischen Erzeugnissen, Nahrungsmitteln und Getränken u. a. Industrieerzeugnisse, Phosphate, Pottasche sowie Maschinen und Transportgeräte. Eingeführt werden insbesondere Transport- und Nahrungsmittel, Maschinen, chemische Erzeugnisse sowie Brennstoffe. Zu den wichtigsten Handelspartnern Jordaniens gehören der Irak, Saudi-Arabien, Indien, Deutschland, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, das Westjordanland und Japan. Im Januar 2000 wurde ein Handelsabkommen verlängert, das Jordanien mit offizieller Ausnahmegenehmigung der UN die Einfuhr von Erdöl aus dem Irak zusichert.
Der Fremdenverkehr stellt eine wichtige Einnahmequelle dar; der Tourismussektor erwirtschaftet immerhin mehr als ein Zehntel des Nationaleinkommens des Königreiches. 2006 besuchten etwa 3,23 Millionen Touristen Jordanien.
Jordanien verfügt über ein modernes Straßennetz mit einer Länge von 7 500 Kilometern; alle wichtigen Städte sind durch asphaltierte Straßen verbunden. Die einzige Eisenbahnlinie des Landes verläuft von der syrischen Grenze über Amman nach Maan; von dort führt eine Linie in südöstlicher Richtung nach Saudi-Arabien und die andere in südwestlicher Richtung zur Hafenstadt Akaba. Internationale Flughäfen befinden sich in Amman und Akaba. Die Fluggesellschaft Alia ist auf nationalen und internationalen Strecken vertreten.
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