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Vaudeville

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W. C. FieldsW. C. Fields

Vaudeville, hier speziell gesehen als eine Form der theatralischen Revue in den USA des ausgehenden 19. und einsetzenden 20. Jahrhunderts, die dort als Vaudeville bezeichnet wurde. Sie entspricht in etwa der britischen Music Hall und dem dortigen Varieté. Der Begriff „Vaudeville” geht bis ins 15. Jahrhundert zurück, wo er Festlieder bezeichnet, besonders diejenigen, die O. Baselin dichtete, der in Vau de Vire in der Normandie geboren wurde. Im 18. Jahrhundert war die Bezeichnung voie de ville („Stimme der Stadt”) geläufig, und derartige Lieder wurden oft in pantomimische oder gesprochene Dramen eingeflochten, da die Aufführung eines regelrechten Dramas aufgrund des Monopols auf diese dramatische Form, das die Comédie-Française hielt, verboten war. Eine Art des Vaudeville, die revueartige Reihung von Liedern zu einer dramatischen Skizze oder einer Opernparodie, erinnert entfernt an die englische Balladenoper.

Im 19. Jahrhundert nahm der Begriff Vaudeville die Bezeichnung für eine Bühnendarbietung an, die aus einzelnen „Nummern” oder Vorführungen bestand, die von einem einzelnen oder mehreren Darstellern vorgeführt wurde. Es waren dies Akrobaten, Künstlerfamilien, Musiker, Komödianten, Jongleure, Zauberer oder dressierte Tiere. Diese Art der Revue entwickelte sich aus den Darbietungen der britischen Music Hall und, direkter, aus Unterhaltungsprogrammen in Bars. In den fünfziger und sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts war das Varieté äußerst beliebt, obwohl die ungeschliffenen und oft obszönen Inhalte für ein hauptsächlich aus Männern zusammengesetztes Publikum bestimmt waren. Der amerikanische Schauspieler und Theaterdirektor Tony Pastor verwandelte diese Darbietungen als erster in eine seriösere Form der Unterhaltung. 1881 zeigte er eine Revue am Theater an der 14. Straße in New York. 1885 tat sich Benjamin Franklin Keith mit Edward Franklin Albee zusammen. Gemeinsam erlangte dieses Team Macht über eine Kette von Vaudeville-Theatern in fast jeder größeren Stadt der USA. Größtenteils aufgrund des wagemutigen Managements von Keith Albee und Frederick Francis Proctor, der 1905 in die Leitung der Theaterkette eintrat, wurde Vaudeville zur beliebtesten amerikanischen Unterhaltungsform in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

Im Jahr 1928, zur Blütezeit dieser Form des Revuetheaters, besuchten etwa zwei Millionen Menschen täglich die Vorstellungen von ungefähr 1 000 Vaudeville-Theatern in den USA. Das Palace Theater in New York wurde zum führenden Haus des so genannten „Vaudeville circuit” (der Reise durch verschiedene Theater). Ein Auftritt in diesem Theater war die Erfüllung für fast jeden Revuedarsteller. Stars des Vaudeville waren, neben anderen, die Sängerinnen Nora Bayes und Eva Tanguay, die Komödianten Eddie Cantor und W. C. Fields sowie das Komödiantenduo Joseph Weber und Lew Fields. In den Theatern traten nicht nur amerikanische Künstler auf, sondern beispielsweise auch der schottische Sänger und Komödiant Sir Henry Lauder, die französische Sängerin Yvette Guilbert und die französische Schauspielerin Sarah Bernhardt.

Der Aufstieg des Kinos und des Radios führte zusammen mit verschiedenen gesellschaftlichen Faktoren dazu, dass das Vaudeville in den frühen dreißiger Jahren rasch an Bedeutung verlor. Es überlebte in reduzierter Form in Nischen wie dem Revuetheater, den musikalischen Komödien und später im Fernsehen.

Siehe auch Burleske

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