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Windows Live® Suchergebnisse Julius II.Enzyklopädieartikel
Julius II., zuvor Giuliano della Rovere, (1443-1513), Papst (1503-1513). Auch in weltlichen Bereichen ein mächtiger Herrscher, war Julius II. außerdem ein großer Förderer der Renaissancekunst. Julius II. wurde im italienischen Albisola geboren und trat 1468 dem Franziskanerorden bei. Nach der Wahl seines Onkels zum Papst (Sixtus IV.) wurde er zum Bischof und 1471 zum Kardinal geweiht. In dieser Zeit zeugte er drei uneheliche Töchter und häufte beachtlichen Reichtum an. Als sein Intimfeind Rodrigo Borgia 1492 zum Papst Alexander VI. gewählt wurde, floh er nach Frankreich ins Exil, wo er bis zu Alexanders Tod blieb. 1503 wurde er dessen Nachfolger. Auch wenn Bestechung eine große Rolle bei seiner eigenen Wahl gespielt hatte, erklärte Julius II. alle künftigen, durch Simonie beeinflussten Wahlen für ungültig. Das Hauptanliegen des Pontifikats von Julius II. war die Sicherung und Ausdehnung des Kirchenstaates. Durch den Beitritt in die Liga von Cambrai (1508) gegen die Republik Venedig und durch Gründung der Heiligen Liga gegen Frankreich (1511) sicherte er seine Macht und dehnte sie über Teile Norditaliens aus. Frankreich wurde so aus Oberitalien vertrieben. Als Förderer der Künste plante Julius II. den Bau des Petersdoms und nahm 1506 eigenhändig die Grundsteinlegung vor. Er war ein Gönner von Donato Bramante, Raffael und Michelangelo. Auf Julius II. gehen auch Michelangelos Deckenfresken in der Sixtinischen Kapelle und die Statuen für sein beabsichtigtes Mausoleum zurück. Die Kriegslust Julius II. und die Finanzierung des Petersdoms über Ablasshandel rief den Protest von Erasmus von Rotterdam und Martin Luther hervor und leitete somit die Reformation ein.
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