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Izmir (früher Smyrna; türkisch İzmir), Stadt im Westen der Türkei, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, am Ägäischen Meer, am inneren Ende des Golfes von Izmir gelegen.
Izmir ist einer der wichtigsten Seehäfen und die drittgrößte Stadt der Türkei. Die Stadt gehört zu den herausragenden wirtschaftlichen und kulturellen Zentren des Landes. Über den Hafen von Izmir wird ein großer Teil des Warenumschlags von Westanatolien abgewickelt. Zu den wichtigsten Produktionszweigen gehören die Herstellung von Eisen- und Stahlwaren, Textilien, Tabakwaren und chemischen Erzeugnissen (vor allem Farben) sowie die Verarbeitung von Nahrungsmitteln und Erdöl. Wichtigste Ausfuhrgüter sind Teppiche, Baumwolle, Tabak, Oliven und Feigen.
Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten ist die in Resten erhaltene Agora aus hellenistisch-römischer Zeit. An der Nordseite befindet sich eine etwa 160 Meter lange dreischiffige Basilika. Einige der in der Anlage gefundenen marmornen Statuen sind nun im Archäologischen Museum untergebracht. Es beherbergt darüber hinaus zahlreiche Funde aus Pergamon und anderen Stätten, wie etwa das bronzene Original einer Demeterfigur aus Halikarnassos (Bodrum). Das Ethnographische Museum bietet Sammlungen zu traditionellem Handwerk und türkischer Wohnkultur. Das Atatürk-Kulturzentrum der Ägäischen Universität umfasst die Oper und das Musikkonservatorium. Sehenswerte Gebäude im Basarviertel sind einige Moscheen und Karawansereien. Die Stadt ist Sitz von zwei Universitäten (gegründet 1955 und 1982). Im nördöstlichen Teil von Izmir erstreckt sich der circa 46 Hektar große Kulturpark mit Zoologischem Garten, Freilufttheater und Messegelände.
Unweit des Ortes errichteten die Äolier um 1000 v. Chr. die Kolonie Smyrna. Im 6. Jahrhundert v. Chr. wurde die Siedlung unter lydischer Herrschaft zur Stadt ausgebaut, deren Überreste heute noch zu sehen sind. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. gründeten die Diadochen nach Plänen Alexanders des Großen an der Stelle des heutigen Izmir eine neue Stadt. Dieses neue Smyrna entwickelte sich vor allem in der spätrömischen Zeit zu einem bedeutenden Seehafen und Handelsplatz in Kleinasien. Diese Entwicklung wurde auch durch die zunehmende Versandung der vormals bedeutenden Häfen von Ephesos und Milet begünstigt. 1425 wurde die Hafenstadt Teil des Osmanischen Reiches. Im 18. und 19. Jahrhundert wanderten viele Einwohner der nahe gelegenen griechischen Inseln in die Stadt ein. Während des Griechisch-Türkischen Krieges (1920-1922) wurde Izmir zunächst von griechischen Truppen besetzt. Im Lauf der Auseinandersetzungen gelang es den Türken jedoch, die Stadt wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Als Folge flohen mehr als 100 000 Einwohner griechischer Herkunft aus Izmir. Während dieses Krieges brannten einige Stadtviertel vollständig nieder. In den folgenden Jahrzehnten wurde Izmir planmäßig wieder aufgebaut. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 2,41 Millionen (2000).
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