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Bijapur

Enzyklopädieartikel

Bijapur, Stadt im südlichen Indien (Bundesstaat Karnataka). Die Textilherstellung ist ein Hauptindustriezweig der Stadt. Früher eine der prächtigsten Städte des südlichen Indiens, besteht Bijapur heute aus einer inneren und einer äußeren Stadt. Die innere Stadt wird von einem mächtigen Wall umgeben. Dieser hat einen Umfang von über zehn Kilometern, bei einer Höhe von neun bis 15 Metern. In der äußeren Stadt stehen mehrere prächtige Bauten im islamischen Stil. Eines der prächtigsten Bauwerke ist das restaurierte Mausoleum Gol Gumbaz (erbaut 1626-1656). Dieses Bauwerk wird von einer mehr als 60 Meter hohen Kuppel überragt. Außerdem gibt es in der äußeren Stadt eine Palastruine und zahlreiche verfallene Moscheen zu sehen. Die Sehenswürdigkeit der inneren Stadt, eine kreisrunde Zitadelle, hat einen Umfang von 1,6 Kilometern.

Zu den historischen Schätzen von Bijapur gehört Malik-i-Maidan, die Reste eines Bronzegeschützes, welches 1549 gegossen wurde.

Die Blütezeit Bijapurs begann 1489, als es die Hauptstadt des muslimischen Königreiches gleichen Namens wurde. 1686 wurde das Königreich vom Großmogul Aurangseb erobert. 1760 kam Bijapur unter die Herrschaft des Königreiches Maratha. 1818 wurde die Stadt von den Briten annektiert. 1848 wurde Bijapur Bombay angegliedert. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 253 000.

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