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Windows Live® Suchergebnisse László Moholy-NagyEnzyklopädieartikel
László Moholy-Nagy (1895-1946), ungarisch-amerikanischer Maler, Bildhauer, Designer und Photograph, geboren in Bacsbarsod (Ungarn). Nachdem er zunächst Jura studiert hatte und im 1. Weltkrieg schwer verwundet worden war, entschied er sich für die Malerei. In Düsseldorf lernte er El Lissitzky kennen und ließ sich später in Berlin nieder, wo er, in ärmlichen Verhältnissen lebend, Bilder im Stil des Konstruktivismus malte, in denen er Raumtiefe, Überschneidungen und Raum-Objekt-Beziehungen malerisch zu klären versuchte. Schon früh wurden seine Arbeiten in Herwarth Waldens expressionistischer Zeitschrift Der Sturm abgebildet. Von 1923 bis 1928 unterrichtete er am Bauhaus und beschäftigte sich besonders mit konstruktivistischer Wandgestaltung, industrieller Formgebung, Photographie und Typographie (siehe Abstrakte Kunst). Die Beziehung zwischen Licht und Bewegung untersuchte er zwischen 1922 und 1930 in der Serie Licht-Raum-Modulator an frühen Beispielen der kinetischen Skulptur (kinetische Kunst). 1937 ging er in die USA und gründete in Chicago das Neue Bauhaus, das nach seiner Schließung 1938 in das Institute of Design des Illinois Institute of Technology umgewandelt wurde und das er bis zu seinem Tod leitete. Grundlage seines Unterrichts waren seine Prinzipien architektonischer Komposition und die Verwendung neuer Materialien; diese Auffassungen kommen auch in seinem Werk Double Loop (1946, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München) zum Ausdruck, einer in freier Form gestalteten Skulptur aus gebogenem Plexiglas. Moholy-Nagy experimentierte und arbeitete weiter als Maler, Typograph und Photograph und war auch in der Filmbranche tätig. Seine künstlerischen Grundsätze legte er in verschiedenen Publikationen dar, wie Malerei, Fotografie und Film (München, 1925), Von Material zu Architektur (München, 1929) und Vision in Motion (1947 posthum in Chicago veröffentlicht).
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