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  • Realismus | Xlibris

    Literaturepoche Realismus etwa 1850 bis 1900 ... Von Florian Wolfrum . Der Begriff Realismus, der Ende des 18. Jahrhunderts erstmals in Deutschland aufkam und um die Mitte des 19.

  • Realismus (1850-1890)

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Realismus

Enzyklopädieartikel

Realismus, Begriff in der Philosophie, der zwei verschiedene Lehren der Epistemologie bezeichnet.

In der modernen Philosophie steht der Terminus Realismus in der Regel für eine Lehre, die Objekten der Sinneswahrnehmung, z. B. Tischen oder Stühlen, eine von der Wahrnehmung unabhängige Existenz einräumt. In diesem Sinne bildet der Realismus den Gegenpol zum Idealismus, den Philosophen wie George Berkeley oder Immanuel Kant vertraten. In seiner extremen Form, dem naiven Realismus, geht er davon aus, dass die mit den Sinnen wahrgenommenen Dinge genau so sind wie sie erscheinen. Reflektiertere Modelle wie der kritische Realismus bemühen sich, das Verhältnis zwischen Gegenstand und Betrachter zu klären, das die Möglichkeiten der Illusion, Halluzination und anderer Sinnestäuschungen einschließt.

In der mittelalterlichen Philosophie bezog sich der Begriff Realismus auf eine Position, welche die platonischen Ideen oder Universalien als wirklich ansah. Diese Auffassung heißt heute gemeinhin platonischer Realismus. In Platons Philosophie entspricht ein gewöhnliches Nomen, etwa das Wort Bett, der Idealvorstellung des zugehörigen Objekts, die ihrerseits eine metaphysische Existenz unabhängig vom realen Gegenstand, also dem einzelnen Bett, besitzt. Kreisförmigkeit gibt es demzufolge auch ohne einen konkreten Kreis, Gerechtigkeit ohne einen konkreten gerechten Menschen. Viele Gelehrte des Mittelalters verteidigten diese Auffassung gegen den Nominalismus, der das Vorhandensein von Universalien verwarf. Die Nominalisten meinten, dass die Objekte einer Gattung nichts weiter als den Namen teilten. Kompromisslösungen bot der gemäßigte Realismus, dessen Verfechter zwar die Existenz der Universalien in Gegenständen des gleichen Typs akzeptierten, jedoch stets die Relation der Abhängigkeit gewahrt sahen. Nach der Auffassung des Konzeptualismus existieren Universalien unabhängig von Dingen einer Sorte, jedoch nur als Bild, das sich der Geist macht, nicht als eigenständige metaphysische Entität.

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