Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Sinai-Halbinsel", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren. Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Sinai-Halbinsel |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Sinai-HalbinselEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Sinai-Halbinsel, Halbinsel im Nordosten von Ägypten, am nördlichen Ende des Roten Meeres. Die 58 824 Quadratkilometer große Region ist vom afrikanischen Kontinent durch den Golf von Suez und den Suezkanal getrennt. Im Südosten trennt der Golf von Akaba die Sinai-Halbinsel von der Arabischen Halbinsel. Im Osten grenzt die Sinai-Halbinsel an Israel, im Norden an das Mittelmeer.
Fast der gesamte nördliche Teil der Halbinsel ist aus Sand- und Kalkstein aufgebautes Tafelland, das von der nördlichen Küstenebene nach Süden ansteigt. In den von Kalkstein bedeckten Gebieten treten verbreitet Karsterscheinungen auf. Die Region südlich dieses Tafellandes wird vom Sinai-Gebirge eingenommen. Dieses vorwiegend aus Graniten, Gneisen und metamorphen Schiefern aufgebaute Gebirge erreicht im Jabal Katherina (arabisch Gebel Katherîna) mit 2 637 Metern seine größte Höhe. Sein Nebengipfel, der 2 285 Meter hohe Berg Sinai (arabisch Gebel Musa), wird als der Berg angesehen, wo dem Alten Testament zufolge Moses von Jahwe die Tafeln mit den Zehn Geboten empfing. Während die Küstengebiete und die höheren Lagen Niederschläge erhalten, herrschen in weiten Teilen des Inneren wüstenhafte Bedingungen. Die episodischen Regenfälle können jedoch überaus intensiv sein, so dass sich die Wadis im Gebirge schnell in Sturzbäche verwandeln können. Die Entwässerung der Halbinsel erfolgt durch das System des Wadi el Arish. Während an der Küste des Mittelmeeres mediterrane Vegetation gedeiht, konzentriert sich der Pflanzenbewuchs in weiten Teilen des Landesinneren auf typische Oasenpflanzen wie etwa Dattelpalmen und Zitrusfrüchte und außerhalb der Oasen häufig auf trockenheitsresistente Kräuter und Sträucher. Im südlichen Teil der Sinai-Halbinsel sind an der Küste am Roten Meer Mangroven verbreitet; an den Mündungen der Wadis wachsen vereinzelt auch Akazien. An der Südspitze der Halbinsel wurde 1988 der Nationalpark Ras Muhammad eingerichtet.
Die Einwohnerzahl der Sinai-Halbinsel liegt bei etwa 200 000. Neben den Küstenregionen sind auch die Oasen im Gebirge ständig bewohnt. In weiten Teilen des Landesinneren sind die Bedingungen für eine permanente Besiedelung zu unwirtlich. Nur wenige Bewohner führen noch eine nomadische Lebensweise, die meisten Beduinen sind mittlerweile sesshaft geworden.
Wirtschaftliche Bedeutung hat neben dem Fremdenverkehr auch der Bergbau. Wichtigste Förderprodukte sind Erdöl und Manganerz, deren Vorkommen sich überwiegend an der Küste des Roten Meeres befinden. Der früher einträgliche Abbau von Eisenerz, Steinkohle und Türkis wurde an vielen Stellen aus Rentabilitätsgründen bzw. wegen weitgehender Erschöpfung der Lagerstätten eingestellt. Durch den 1980 eröffneten Straßentunnel unter dem Suezkanal besteht eine effiziente Verkehrsverbindung zwischen der Halbinsel und dem übrigen Ägypten.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |