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  • Chengdu – Wikipedia

    Chengdu (chin.   成都市,   Chéngdū  ? / i, W.-G. Ch'eng-tu) ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan und eine der 15 Unterprovinzstädte des Landes.

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Chengdu

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FabrikarbeiterFabrikarbeiter

Chengdu, Stadt in Zentralchina, Hauptstadt der Provinz Sichuan.

Aufgrund der Abschirmung durch die hohen Berge im Norden hat die Stadt ein ganzjährig mildes Klima. Die in der Ebene von Chengdu gelegene Stadt verfügt über einen Flusshafen am Min Jiang und ist ein bedeutendes Handels- und Verarbeitungszentrum für die Produkte des landwirtschaftlich geprägten Umlandes. Zu den wichtigsten Produktionsgütern gehören u. a. Fertignahrungsmittel, Präzisionsinstrumente, Elektrogeräte, Messer, Textilien, Lederwaren und Aluminium. Daneben sind auch der Maschinenbau und die Holzverarbeitung von Bedeutung. Geschätzt werden vor allem die Bambusprodukte und die Lackarbeiten von Chengdu. Die Stadt ist Schnittpunkt wichtiger Straßen- und Schienenverbindungen zu anderen großen Städten.

Als kulturelles Zentrum der Provinz verfügt Chengdu über diverse Bildungseinrichtungen. Neben der Sichuan-Universität ist die Stadt auch Sitz einiger wissenschaftlicher Institute sowie mehrerer Museen und Bibliotheken. Chengdu war Wirkungsstätte von Du Fu, einem der bedeutendsten chinesischen Dichter, der zur Zeit der Tang-Dynastie lebte.

Zu den bekanntesten Bauwerken gehört der Tempel des Fürsten Wu, der im 3. Jahrhundert n. Chr. als Berater des Königs fungierte. Der Tempel wurde im 4. Jahrhundert errichtet und später mehrfach erweitert. In der Anlage sind Standbilder zahlreicher Würdenträger aus jener Zeit zu sehen. Am nordwestlichen Stadtrand befindet sich der Wohnsitz des Poeten Du Fu, der hier innerhalb weniger Jahre eine Fülle von Gedichten schrieb. Die von einem weitläufigen Park umgebene Anlage umfasst neben einem strohgedeckten Pavillon mit Dokumenten zu Leben und Werk des Dichters auch ein kleines Museum mit Handschriften und Drucken.

Chengdu wurde in der Zhou-Dynastie – vermutlich im 4. Jahrhundert v. Chr. – gegründet. Bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. verfügte die Stadt über effiziente Bewässerungsanlagen, über die das Wasser des Min Jiang durch ein dicht verzweigtes Netz von Kanälen großräumig verteilt wurde. In jener Zeit entwickelte sich die Region um Chengdu zu einem der ertragreichsten Anbaugebiete in China. Während der Han-Dynastie wurde die Stadt im 3. Jahrhundert n. Chr. überregional bedeutendes Zentrum der Brokatweberei. In der Folgezeit entstanden immer mehr Betriebe, in denen kunsthandwerkliche Gegenstände gefertigt wurden, was den Ruhm der Stadt mehrte. Trotz schwerer Zerstörungen durch die Mongolen im 13. Jahrhundert blieb Chengdu wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 2,30 Millionen.

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