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  • Henoch – Wikipedia

    Mit dieser Aussage kann die Existenz der Henochbücher begründet werden. In der Apokalypse des Paulus wird Henoch als der Schreiber der Gerechtigkeit bezeichnet.

  • Die Apokalypse des Paulus

    Henochbücher) und findet sich auch in anderen Nag--Hammadi--Schriften (z.B. Zostr). Die ApokPls kann in drei Teile gegliedert werden: a) die Epiphanieszene, in der ein kleiner ...

  • Henoch

    Den Kern der Henochliteratur machen die drei großen Henochbücher aus: das äthiopische Henochbuch (1Hen, äthHen), das slavische Henochbuch (2Hen, slHen) und das hebräische ...

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Henochbücher

Enzyklopädieartikel

Henochbücher, Schriftensammlung, umfangreichster Bestandteil der Pseudepigraphen. Die Schriften wurden unter dem Pseudonym des hebräischen Patriarchen Henoch verbreitet. Sie werden auch „äthiopische Henochbücher” genannt, da die einzige vollständig erhaltene Fassung in einer semitischen, früher in Äthiopien gesprochenen Sprache überliefert ist.

Die Henochbücher vereinen einzelne Schriften unterschiedlicher Verfasser, die verschiedenen Zeitspannen zwischen dem 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. zugeordnet werden. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge wurde die ursprüngliche Fassung entweder in hebräischer oder aramäischer Sprache geschrieben. Kurz darauf wurde sie dann ins Griechische übersetzt. Die äthiopische Übersetzung aus dem Griechischen wird auf das Jahr 500 n. Chr. datiert. Teile der äthiopischen Henochbücher sind in Griechisch, Latein und Aramäisch erhalten, wobei letztere Version in Qumran (Westjordanland) gefunden wurde (siehe Qumran-Rollen).

Die Henochbücher sind in sieben Abschnitte gegliedert. Der erste Abschnitt (Kapitel 1-5) führt in das Grundthema der Henochbücher, das bevorstehende letzte Gericht Gottes, ein. Der zweite Abschnitt (Kapitel 6-36) erzählt von der Bedrängnis der Heerscharen gefallener Engel und von Henochs Reisen zu den Stätten der letzten Bestrafung und Belohnung. Im dritten Abschnitt (Kapitel 37-71) wird das Erscheinen des Messias, der alle Engel und Menschen richten wird, vorausgesagt und das zukünftige Reich Gottes beschrieben. Der vierte Abschnitt (Kapitel 72-82) enthält Enthüllungen über die Himmelskörper, z. B. über das unter ihnen eintretende Chaos beim Anbruch der letzten Tage der Heimsuchung. Henochs Weissagungen von einer bevorstehenden Sintflut als Strafe für das Böse in der Welt und von dem darauf folgenden Reich der Erlösung sind im fünften Abschnitt (Kapitel 83-90) enthalten, während im sechsten (Kapitel 91-105) die Rechtschaffenden getröstet und ermahnt werden, den rechten Weg nicht zu verlassen. In diesem Abschnitt unternimmt Henoch eine Einteilung der Menschheitsgeschichte in zehn apokalyptische Wochen, die symbolisch zehn Epochen darstellen, wobei jede einzelne unter dem Zeichen einer bestimmten Person bzw. eines Ereignisses steht. So z. B. wird die vierte Woche durch Moses oder die siebente durch einen universellen Verfall gekennzeichnet. Am Höhepunkt, in der zehnten Woche, soll der alte Himmel von einem neuen, ewigen Himmel abgelöst werden. Im letzten Abschnitt (Kapitel 106-107) wird erneut über die Sintflut, das immer wiederkehrende Böse sowie die Bestrafung und Belohnung im Reich des Erlösers gesprochen.

Über das Werk selbst war jedoch wenig bekannt, bis schließlich im späten 18. Jahrhundert drei vollständige Manuskripte in äthiopischer Sprache im Nordosten Afrikas entdeckt wurden. Für neuzeitliche Theologen sind die Henochbücher von großer Bedeutung, da viele der darin enthaltenen Anschauungen und sogar ihre Terminologie eine beeindruckende Ähnlichkeit mit späteren eschatologischen Anschauungen, apokalyptischen Büchern und Abschnitten des Neuen Testaments aufweisen. So wird beispielsweise im Judasbrief (Vers 15) eine Passage der Henochbücher zitiert.

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