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Mol

Enzyklopädieartikel

Mol (Abkürzung von Molekulargewicht), Einheitenzeichen mol, Maßeinheit für die Stoffmenge, Basiseinheit des Internationalen Einheitensystems (SI-Systems).

Das Mol wurde 1971 in das SI-System aufgenommen und ist definiert als die Stoffmenge eines Systems, das ebenso viele Teilchen enthält (Moleküle, Atome, Ionen, Elektronen, Radikale usw.), wie sich Atome in 0,012 Kilogramm oder 12 Gramm des Nuklids Kohlenstoff 12 (12C) befinden. Die Anzahl der Teilchen in der Stoffmenge n = 1 mol wird durch die Avogadro-Zahl (Avogrado-Konstante) wiedergegeben und beträgt ungefähr 6,022137 × 1023.

Um die molare Masse eines Stoffes zu bestimmen, vergleicht man ihn mit der molaren Masse von 12C, wobei man letztere mit Hilfe der Massenspektrometrie relativ gut erhalten kann. Eine andere Methode versucht anstelle von Kohlenstoff das Element Silicium zu nutzen. Dabei wird eine hochreine, 1 Kilogramm schwere Siliciumkristallkugel mit röntgenoptischen Methoden (z. B. Röntgeninterferometrie) untersucht. In einem ersten Schritt wird die Anzahl der Teilchen aus einem Kristallabschnitt bestimmt. Im zweiten Schritt wird dann aus dem Ergebnis die Anzahl der Teilchen errechnet, die ein Mol Silicium oder 0,028 Kilogramm des Nuklids Silicium 28 enthalten müsste. Eine isotopenreine Kristallkugel, die nur das Isotop Silicium 28 enthalten darf, konnte allerdings noch nicht erzeugt werden.

Siehe auch Molarität; Normalität; Molalität; Stoffmengenanteil

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