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Windows Live® Suchergebnisse MardukEnzyklopädieartikel
Marduk (von sumerisch samar-utuk: Jungstier des Sonnengottes), hebräisch Merodach, in der babylonischen Religion Sohn des Ea und höchste Gottheit. Als seine Gestirne galten Jupiter und Merkur. Ursprünglich war Marduk der Stadtgott von Babylon, avancierte aber unter Hammurapi etwa um 1700 v. Chr. zum Reichsgott. Im Schöpfungsepos Enuma elish aus dem 12. Jahrhundert v. Chr. wird berichtet, wie Marduk die als Drache erscheinende Tiamat und ihre Horden des Chaos besiegte – und dadurch höchste Macht gewann; auf diese Weise wird die politische Tat Hammurapis symbolisch ausgedeutet. Als Schöpfer des Universums und der Menschheit geltend, erlangte Marduk als Gott des Lichtes und des Lebens sowie als Bestimmer des Schicksals eine so große Bedeutung, dass er mit 50 Ehrentiteln belegt wurde. Unter dem Namen Asariluchi galt er – wie Ea – als Gott der Weisheit und des Beschwörungsrituals. Gemeinsam mit seiner Frau Sarpanitu soll Marduk Nabu gezeugt haben, der wiederum als Gott der Weisheit und Schreibkunst verehrt wurde. Die unter Nebukadnezar II. errichtete Zikkurat Etemenanki am Heiligtum des Marduk, dem Tempel Esagila, wo man den Kult der Heiligen Hochzeit betrieb und zum Jahreswechsel das Lehrgedicht von der Schöpfung vortrug, wurde als Babylonischer Turm bekannt. In der Spätzeit wurde Marduk unter dem Namen Bel (Herr der Götter) verehrt und Bestandteil der assyrischen Religion, wo ihn schließlich jedoch Assur verdrängte. Siehe auch Bel und der Drache
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