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Windows Live® Suchergebnisse HyänenEnzyklopädieartikel
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Hyänen, Familie hundeähnlicher, jedoch mit Schleichkatzen näher verwandter Raubtiere Afrikas und Asiens. Hyänen haben einen massigen Körper, einen langen Hals und großen Kopf. Ihre Vorderbeine sind länger als die Hinterbeine, weshalb die Rückenlinie abfällt. Jeder Fuß trägt vier Zehen mit nicht rückziehbaren Krallen, die sich gut für das Laufen im offenen Flachland eignen. Eine Hauttasche am After, die zum Markieren des Territoriums hervorgestülpt werden kann, enthält Duftdrüsen. Die kräftigen Kiefer haben an das Zerkleinern von Knochen angepasste Vorbackenzähne. Hyänen ernähren sich vor allem von tot aufgefundenen oder selbst gerissenen Huftieren. In Gefangenschaft wurden Hyänen bis zu 24 Jahre alt. Es gibt drei Hyänenarten, von denen die Tüpfel- oder Fleckenhyäne die häufigste und bekannteste ist. Manche Systematiker stellen auch den Erdwolf in die Familie der Hyänen.
Die südlich der Sahara verbreitete Tüpfel- oder Fleckenhyäne hat Kopfrumpflängen von 1,2 bis 1,8 Metern, 70 bis 90 Zentimeter Schulterhöhe und wiegt 40 bis 65 Kilogramm; Weibchen sind durchschnittlich größer und stärker als Männchen. Ausgewachsene Tüpfelhyänen sind gelblich graubraun mit dunkelbraunen oder schwarzen Flecken. Die weiblichen Sexualorgane von Tüpfelhyänen sind denen der Männchen äußerlich überaus ähnlich: Einerseits haben die Weibchen dieser Spezies eine stark erigierbare, penisähnliche Klitoris, andererseits besitzen sie eine Gewebestruktur, die dem männlichen Hodensack gleicht. Der Ruf der Tüpfelhyäne erinnert an hysterisches menschliches Lachen, außerdem können die Tiere in der Tonhöhe ansteigend heulen. Lange hielt man Tüpfelhyänen für reine Aasfresser. In neuerer Zeit hat sich jedoch herausgestellt, dass sie zu den wichtigsten Fressfeinden großer Pflanzenfresser ihres Verbreitungsgebiets gehören, besonders der Zebras und Gnus. Tüpfelhyänen greifen nachts meist in der Gruppe an, töten ihre Beute durch Aufreißen der Flanke und schleppen den Kadaver fort. Ein (auch als Clan bezeichnetes) Rudel umfasst in der Regel etwa zehn bis zwölf Weibchen, 20 Junge und einige Männchen, die sich im Randbereich aufhalten. Maximal können Rudel aus bis zu 100 Tieren bestehen. Rudel sind sehr reviertreu; die Mitglieder erkennen einander an Duftstoffen. Innerhalb des Rudels besteht eine von Weibchen dominierte Rangordnung. Dominante Weibchen haben einen hohen Androgenspiegel, verhalten sich aggressiv gegenüber untergeordneten Rudelmitgliedern, können deshalb länger als diese an einem Kadaver fressen und haben einen höheren Fortpflanzungserfolg. Sie geben ihre hierarchische Position an ihre Nachkommen weiter, denen sie ihren hohen Androgenspiegel vererben (Nature, 2006). Manche Tüpfelhyänen, vor allem Männchen, leben allerdings nicht in einem Rudel, sondern streifen als Einzelgänger umher. In dem gemeinschaftlich von einem Rudel genutzten Bau leben die Hyänenweibchen mit Jungtiertrupps verschiedener Altersstufen. Die Weibchen sind das ganze Jahr über empfängnisfähig. Es gibt offenbar keine Paarbindung; das Weibchen wählt seine Geschlechtspartner. Nach einer Tragzeit von 110 Tagen bringt es zumeist zwei Junge zur Welt.
Die beiden anderen Hyänenarten – Streifen- und Schabrackenhyäne – haben Mähnen aus kräftigen, aufrichtbaren Haaren. Die Streifenhyäne hat eine Kopfrumpflänge von 1,1 bis 1,8 Metern, sie ist graubraun gefärbt mit senkrechten Streifen. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Afrika bis nach Indien. Sie ernährt sich überwiegend von Aas; häufig vertilgt sie Knochen, die bereits von Geiern abgefressen sind. Die in Südafrika vorkommende, mit 1,1 bis 1,3 Meter Kopfrumpflänge deutlich kleinere Schabrackenhyäne (auch Braune Hyäne) ist dunkelbraun mit grauem Kopf und gestreiften Beinen. Diese in ihrem Bestand bedrohte Hyäne frisst hauptsächlich Fisch und Krebstiere, die sie am Spülsaum der Küsten fängt, und wird deshalb umgangssprachlich auch Strandwolf genannt.
Hyänen bilden die Familie Hyaenidae der Ordnung Carnivora. Die Tüpfelhyäne wird wissenschaftlich als Crocuta crocuta bezeichnet, die Streifenhyäne als Hyaena hyaena und die Schabrackenhyäne als Hyaena brunnea.
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