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Turmbau zu Babel

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Pieter Bruegel der Ältere: Turmbau zu Babel (1563)Pieter Bruegel der Ältere: Turmbau zu Babel (1563)

Turmbau zu Babel (hebräisch Bābhel; von assyro-babylonisch bāb-ili: Tor Gottes), im Alten Testament (Genesis 11, 1-9) jener Turm, der von den Nachfahren Noahs auf der Ebene im Land Sinear in Babylonien errichtet wurde. Der Turm sollte bis in den Himmel reichen, doch Jahwe war über diese Anmaßung erzürnt und unterbrach den Bau, indem er eine Sprachverwirrung bewirkte. Daraufhin verstreuten sich die Menschen, die nun verschiedene Sprachen redeten, über die ganze Erde. Die Geschichte wurde möglicherweise durch den Einsturz des berühmten Zikkurats von Etemenanki angeregt, der später vom babylonischen König Nabopolassar und seinem Sohn Nebukadnezar II. restauriert wurde. Die Darstellung in der Schöpfungsgeschichte ist ein Wortspiel mit dem babylonischen Wort bāb-ili (Tor Gottes) und mit den hebräischen Wörtern Bābhel (Babylon) sowie bālāl (verwirren).

Der Turmbau zu Babel ist ein beliebtes Motiv der bildenden Kunst wie auch der Literatur, so bei Pieter Bruegel d. Ä., Franz Kafka, Jorge Luis Borges und Fernando Arrabal. In John Miltons religiösem Epos Das verlorene Paradies erscheint Nimrod als der Typ des gesetz- und gottlosen Tyrannen, dessen Ehrgeiz und Hochmut zum Niedergang des Projekts geführt haben.

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