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Läuse

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FischasselFischassel

Läuse, Sammelbezeichnung für verschiedene Arten ektoparasitisch lebender Wirbelloser; im engeren Sinn die Echten Läuse aus der Insektenordnung der Tierläuse.

Drei Arten aus der Unterordnung der Echten Läuse befallen den Menschen: Die Filzlaus, ein weißlich graues Insekt mit einem relativ breiten Körper von etwa 1,5 Millimeter Länge, lebt in der Regel im Bereich der Schamhaare. Die Kleiderlaus und die Kopflaus sind zwei graue, etwa drei Millimeter lange Lausarten mit schmalerem Körper; Erstere ist normalerweise in Kleidern anzutreffen, Letztere hält sich bevorzugt im Kopfhaar auf (siehe Parasiten). Ihre Eier oder Nissen heften diese Läuse an Haare oder legen sie im Saum der Kleidung ab. Die genannten Arten ernähren sich von menschlichem Blut; die Kleiderlaus ist Überträger mehrerer Krankheiten (siehe Rückfallfieber; Fleckfieber). DNA-Analysen (siehe Nucleinsäuren) an verschiedenen Läusearten ergaben, dass sich Kleiderläuse vor etwa 70 000 Jahren aus Kopfläusen entwickelten. Da Kleiderläuse an das Leben in menschlicher Bekleidung angepasst sind, dürfte der Mensch zumindest seit dieser Zeit Kleidung tragen (Current Biology, 2003). Andere Arten der Echten Läuse befallen Haustiere, hierzu gehören die Schweinelaus, die Pferdelaus, zwei Arten von Rinderläusen und die Hundelaus.

Zur chemischen Bekämpfung von Kopfläusen werden vor allem Pyrethroide eingesetzt, gegen die allerdings viele Läuse bereits resistent sind (Archives of Disease in Childhood, 2006). Effektiver als Insektizide sind so genannte Nissenkämme, bei denen der Abstand der Zinken nur 0,2 bis 0,3 Millimeter beträgt. Vor dem Einsatz eines Nissenkammes wird das Haar mit einer Haarspülung gewaschen, damit sich die Nissen besser lösen, und das nasse Haar wird anschließend Strähne für Strähne mehrfach gekämmt. Ein weiteres Verfahren besteht darin, die Läuse mittels Heißluft auszutrocknen; dazu wurde ein neues Gerät entwickelt (Pediatrics, 2006).

Die Haarlinge oder Federlinge sind Tierläuse, die sich von den Echten Läusen insofern unterscheiden, als sie beißend-kauende statt stechend-saugende Mundwerkzeuge besitzen. Sie ernähren sich von den Federn und der Haut von Vögeln und gelegentlich auch von der Haut anderer Tiere. Die Hühnerlaus ist eine etwa drei Millimeter lange Art, die häufig bei Hausgeflügel vorkommt. Es gibt auch einige Arten, die parasitisch auf Truthühnern oder Tauben leben.

Der Name Laus wird auch noch auf mehrere andere kleine Insektenarten angewandt, wie Pflanzenläuse (siehe Blattläuse), Rindenläuse und Staubläuse. Die zu den Krebstieren zählenden Fischläuse (etwa die Karpfenlaus), leben ähnlich wie die Echten Läuse als Parasiten.

Systematische Einordnung: Echte Läuse bilden die Unterordnung Anoplura der Ordnung Phthiraptera. Die Filzlaus heißt wissenschaftlich Phthirus pubis. Die Kleiderlaus heißt Pediculus corporis und die Kopflaus Pediculus captitis; Kleider und Kopflaus werden gelegentlich auch als Unterarten der Spezies Pediculus humanus (Menschenlaus) aufgefasst. Die Schweinelaus heißt zoologisch Haematopinus suis, die Pferdelaus heißt Haematopinus asini. Rinderläuse bilden die Arten Haematopinus eurysternus und Linognathus vituli. Die Hundelaus heißt Linognathus setosus. Die Hühnerlaus heißt wissenschaftlich Menopon gallinae. Pflanzen-, Rinden- und Staubläuse gehören zur Ordnung Psocoptera. Die Karpfenlaus heißt Argulus foliaceus.

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