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Windows Live® Suchergebnisse pH-WertEnzyklopädieartikel
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pH-Wert, eine Maßeinheit, mit der sich die Wasserstoffionenkonzentration einer Lösung bestimmen lässt.
Die Abkürzung pH stammt von dem französischen Ausdruck pouvoir hydrogène („Wasserstoffkraft”). Der pH-Wert wird klassisch als der negative, dekadische Logarithmus der Konzentration an H+-Ionen in einer Lösung definiert:
Dabei ist ch+ die Konzentration der H+-Ionen in mol pro Liter. Weil sich H+-Ionen beispielsweise in einer wässrigen Lösung mit Wassermolekülen zu Hydroniumionen (H3O+) vereinigen, gibt der pH-Wert in diesem Falle ebenso die Konzentration der Hydroniumionen wieder.
Reines Wasser ist amphoter, d. h., es kann sowohl als Kation (Base) als auch als Anion (Säure) auftreten (siehe Säuren und Basen). Wasser ist zu einem geringen Anteil in positive Wasserstoffionen H+ und in Hydroxidionen OH- dissoziiert:
Dieses Gleichgewicht steht weitgehend auf der linken Seite und lässt sich mit Hilfe des Massenwirkungsgesetzes beschreiben. Dabei entspricht das Produkt der Konzentrationen auf der einen Seite, dividiert durch das Produkt der Konzentrationen der anderen Seite einer Konstanten, der Gleichgewichtskonstanten Ka. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass zwischen den Ionen Wechselwirkungen existieren. Je stärker die Konzentration der Ionen wird, desto mehr machen sich diese Wechselwirkungen bemerkbar – das gilt besonders für starke Elektrolyte (siehe Elektrochemie; Elektrolyse). Diese Verhältnisse berücksichtigt man im Massenwirkungsgesetz durch Einsetzen der so genannten Aktivitätskonzentration a anstelle der Stoffmengenkonzentration c (auch Molarität):
In neutralem Wasser ist:
Der pH-Wert einer Lösung kann durch Titration ermittelt werden. Dabei bestimmt man, wie viel Lösung einer Säure (bzw. Base) bekannter Konzentration nötig ist, um die zu bestimmende Menge an Base (bzw. Säure) zu neutralisieren (siehe Neutralisation). Mit Hilfe eines Indikators, einer Verbindung, deren Farbe vom pH-Wert abhängt, kann man den Verlauf der Titration verfolgen. Das ist auch auf elektrochemischem Weg möglich, indem man das elektrische Potential einer in die Lösung eingetauchten Spezialelektrode misst (siehe chemische Analyse).
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