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Saint Kitts und Nevis

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Saint Kitts und Nevis (Flagge und Hymne)Saint Kitts und Nevis (Flagge und Hymne)
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5

Wirtschaft

Ein wirtschaftliches Standbein von Saint Kitts und Nevis ist traditionell der Handel und Export von Zucker und Zuckerprodukten. Im wesentlich kleineren Rahmen werden Kokosnüsse, Obst und Gemüse angebaut. Einen Großteil der benötigten Lebensmittel muss Saint Kitts und Nevis importieren. Zwecks Diversifizierung der Wirtschaft förderte die Regierung des Inselstaates u. a. die Entwicklung des Tourismus, der heute immerhin über 70 Prozent des Bruttosozialproduktes ausmacht.

Saint Kitts und Nevis hat sich ebenfalls zu einem der wichtigen Offshore-Finanzzentren in der Karibik entwickelt. Leider hat dies auch das international organisierte Verbrechen entdeckt. Zunehmende Geldwäscheaktionen brachten Saint Kitts und Nevis ins Fadenkreuz der internationalen Fahndung (z. B. dem Geldwäscheausschuss der OECD).

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 477 Millionen US-Dollar (2006; Dienstleistungen 69,3 Prozent, Industrie 27,5 Prozent, Landwirtschaft 3,2 Prozent); daraus ergibt sich ein BIP pro Kopf von 9 865,20 US-Dollar. Die Währungseinheit des Inselstaates, der Ostkaribische Dollar (= 100 Cents), ist an den US-Dollar gekoppelt.

6

Geschichte

Christoph Kolumbus landete 1493 auf den Inseln und taufte sie nach seinem Schutzpatron Saint Christopher. 1623 bzw. 1628 ließen sich Engländer auf den Inseln nieder. Saint Kitts wurde im 17. und 18. Jahrhundert mehrmals von den Franzosen besetzt, schließlich aber mit dem Vertrag von Paris 1783 an Großbritannien abgetreten. Saint Kitts, Nevis und Anguilla wurden 1871 als britisches Schutzgebiet zusammengefasst. Die Inseln, die intern eine eigene Regierung hatten, wurden 1967 Mitglied der Westindischen Assoziierten Staaten. Anguilla wurde 1971 der britischen Verwaltung direkt unterstellt und 1980 offiziell aus dem Schutzgebiet herausgenommen.

Gemeinsam erhielten Saint Kitts und Nevis im Commonwealth of Nations am 19. September 1983 die volle Unabhängigkeit. Bei den Parlamentswahlen vom Juli 1995 und vom März 2000 erreichte die Labour Party die absolute Mehrheit; sie stellt mit Sir Denzil Douglas auch den Premierminister.

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