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Agra

Enzyklopädieartikel

Agra, Stadt im Norden von Indien, im Bundesstaat Uttar Pradesh am Fluss Yamuna gelegen, Hauptstadt des Distrikts Agra.

Agra ist Eisenbahnknotenpunkt sowie Wirtschaftszentrum für das landwirtschaftlich geprägte Umland. Die Stadt betreibt Handel mit Baumwolle, Getreide, Tabak, Salz und Zucker. Lebensmittelverarbeitung sowie die Herstellung von Baumwollstoffen, Teppichen, Eisen-, Stahl- und Lederwaren sind wichtige Industriezweige. Von überragender wirtschaftlicher Bedeutung ist der Tourismus. Agra ist Sitz einer Universität (1927). Die Stadt erlangte Berühmtheit aufgrund des Grabmales Taj Mahal und einer Reihe weiterer herausragender Bauten aus der muslimischen Zeit. Hierzu zählen u. a. das mächtige Rote Fort mit dem weißen, für Großmogul Akbar errichteten Marmorpalast Jahangiri Mahal (16. Jahrhundert) und Moti Masjid, auch Perlmoschee genannt (frühes 17. Jahrhundert). Taj Mahal und Rotes Fort wurden 1983 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Unter dem Mogulherrscher Akbar, der die Stadt 1566 gründete, entwickelte sich Agra zu einem bedeutenden geistigen Zentrum. Akbars Enkel Shah Jahan ließ den Taj Mahal, die Perlmoschee und weitere heute noch erhaltene Bauwerke errichten. Bis 1658, als der Großmogul Aurangseb seinen Amtssitz nach Delhi verlegte, blieb die Stadt Regierungssitz des Mogulreiches. 1803 wurde Agra von den Briten eingenommen. Von 1833 bis 1858 war die Stadt Hauptstadt der Provinz Agra.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 1,43 Millionen (2003).

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