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    Antigene (engl. für Anti body gen erating) sind Stoffe, an die sich Antikörper und bestimmte Lymphozyten-Rezeptoren spezifisch binden können (dies bedingt, dass sie im Körper ...

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    Antigene (engl. für Anti body gen erating) sind Stoffe, an die sich Antikörper und bestimmte Lymphozyten-Rezeptoren spezifisch binden können (wobei letzteres in der Regel ...

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Antigen

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Antigen, jeglicher Stoff, der durch einen Antikörper gebunden oder von einer Zelle des Immunsystems als körperfremd erkannt wird. Ein Antigen ist kein Gen; der Name leitet sich ab von den griechischen Begriffen anti (gegen) und gennan (erzeugen), bedeutet also etwa: eine Gegenreaktion erzeugend.

Antigene sind in erster Linie Proteine und Kohlenhydrate, aber auch Lipide, Nucleinsäuren und andere Moleküle können als Antigene in Erscheinung treten. Antigene befinden sich beispielsweise auf der Zelloberfläche von Bakterien und anderen Mikroorganismen sowie in der Hülle von Viren, oder sie liegen als einzelne Moleküle im Blut bzw. in der Lymphe vor. Auch Allergien auslösende Substanzen wie Pollenkörner oder Staubpartikel sowie Tumorzellen wirken als Antigene. Jedes Antigen weist in seiner Molekülstruktur mindestens eine Stelle auf, die vom Immunsystem erkannt wird; diese Stelle heißt Epitop oder antigene Determinante. Dabei handelt es sich beispielsweise um einen kurzen Abschnitt in der Peptidkette eines Proteins oder ein Oligosaccharid aus sechs Zuckerbausteinen. Manche Antikörper bzw. Rezeptoren an der Oberfläche von Immunzellen erkennen das Epitop eines Antigens anhand der Abfolge der Molekülbausteine, andere anhand der räumlichen Struktur, z. B. der Faltung des Proteinmoleküls an der betreffenden Stelle.

Die meisten Antigene rufen bei ihrem Eindringen in den Körper eine Reaktion des Immunsystems hervor; solche Antigene werden auch Immunogene genannt. Als Hapten bezeichnet man dagegen ein meist relativ kleines Antigen, das zwar von einem Antikörper gebunden wird, dabei aber keine Immunreaktion auslöst; diese erfolgt erst, wenn das Hapten an einen Carrier (ein Trägerprotein) oder ein anderes größeres Molekül gebunden ist. So genannte Alloantigene sind Antigene, die nicht von einem Lebewesen einer anderen Art, sondern von einem Artgenossen stammen; ein Beispiel dafür sind die Antigene auf den Erythrozyten, welche die verschiedenen Blutgruppen zur Folge haben. Autoantigene sind körpereigene Substanzen, die infolge einer Autoimmunkrankheit als Antigene zu wirken beginnen; normalerweise greift das Immunsystem solche Stoffe nicht an, bei einer Autoimmunkrankheit ist jedoch diese „Immuntoleranz” gestört. Aktive Impfungen (siehe Immunisierung) gegen Krankheitserreger beruhen meist darauf, dass statt virulenter (eine Infektion auslösender) Erreger lediglich deren ungefährliche Oberflächen mit den Antigenen verabreicht werden, um das Immunsystem zu Gegenreaktionen zu veranlassen.

Die Immunreaktion auf ein Antigen ist ein äußerst komplexer und variabler Vorgang; zu Details siehe Immunologie, Immunsystem und Histokompatibilität.

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