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Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Enzyklopädieartikel
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Union der Sozialistischen SowjetrepublikenUnion der Sozialistischen Sowjetrepubliken
Artikelgliederung
8.3

Das Ende der UdSSR

Zwischen 1989 und 1991 wurden die kommunistischen Regierungen der Ostblockstaaten von Reformbewegungen erschüttert und schließlich gestürzt. Die Sowjetunion schritt hier unter Abkehr von der Breschnew-Doktrin ebenso wenig ein wie bei den Massendemonstrationen Ende 1989 in der DDR. 1991 wurden RGW und Warschauer Pakt, beides Eckpfeiler der sowjetischen Außenpolitik, aufgelöst.

In und zwischen einzelnen sowjetischen Unionsrepubliken begannen bisher unterdrückte Nationalitätenkonflikte auszubrechen; gleichzeitig nahmen die Spannungen zwischen den Republiken und der Zentrale spürbar zu, einzelne Republiken erklärten sich für souverän innerhalb der UdSSR, und 1990 proklamierten die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland ihre Unabhängigkeit. All diesen Unabhängigkeitsbestrebungen suchte die sowjetische Führung zunächst durch den Einsatz des Militärs entgegenzuwirken; für den August 1991 war schließlich die Unterzeichnung eines neuen Unionsvertrages vorgesehen, durch den die einzelnen Republiken mehr Rechte erhalten und der die UdSSR weiterhin zusammenhalten sollte.

Orthodox-kommunistische Verfechter einer harten Linie, zu denen viele Parteifunktionäre gehörten, unternahmen im August 1991 einen Staatsstreich. Sie stellten Gorbatschow unter Hausarrest und versuchten, die alten Verhältnisse wiederherzustellen. Nach drei Tagen gelang es den Reformern unter Führung des Vorsitzenden des Obersten Sowjet, Boris Jelzin, den Staatsstreich zu vereiteln. Gorbatschow trat als Generalsekretär der KPdSU zurück, und in der Folge wurde die KPdSU, die beschuldigt wurde, an dem Staatsstreich beteiligt gewesen zu sein, verboten. Am 5. September 1991 beschloss der Kongress der Volksdeputierten die Bildung einer Übergangsregierung, die aus einem Staatsrat bestand, in dem die Präsidenten der Republiken unter Vorsitz Gorbatschows vertreten waren. Am folgenden Tag erkannte der Staatsrat die Unabhängigkeit der baltischen Staaten an.

Alle Versuche Gorbatschows, den Zerfall der Union zu verhindern, scheiterten. Am 8. Dezember 1991 schlossen sich die Republiken Russland, Weißrussland und Ukraine zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zusammen, und mit dem Beitritt acht weiterer Republiken zur GUS am 21. Dezember hörte die UdSSR faktisch auf zu existieren. Am 25. Dezember trat Gorbatschow als Staatspräsident zurück. Am 26. Dezember beschloss das sowjetische Parlament offiziell die Auflösung der UdSSR.

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