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Ernst Lubitsch

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Ernst LubitschErnst Lubitsch

Ernst Lubitsch (1892-1947), amerikanischer Filmregisseur deutscher Abstammung. Lubitsch wurde am 28. Januar 1892 in Berlin geboren. Nach einer Ausbildung als Schauspieler ab 1911 am Deutschen Theater von Max Reinhardt avancierte Lubitsch binnen kurzem zum gefragten Charakterdarsteller. Bis 1913 übernahm er auch Rollen in kleinen Filmkomödien und führte ab 1914 Regie. Obgleich er von Anfang an in diesem Metier Erfolg hatte, führte er zunächst die Theaterarbeit bei Reinhardt fort.

In der Folge profilierte sich Lubitsch als bahnbrechender Regisseur von Filmkomödien, indem er Prinzipien des Reinhardt’schen Inszenierungsstils auf die Leinwand übertrug und Elemente der Operette integrierte, wie in Die Austernprinzessin (1919) oder Die Bergkatze (1921). Neben weiteren heiteren Filmen wie Kohlhiesels Töchter (1920) wandte er sich dem Genre der historischen Ausstattungsfilme zu: Madame Dubarry (1919), Anna Boleyn (1920) und Das Weib des Pharao (1922). In dem Film Die Puppe (1919) setzte er bereits vor Robert Wienes Das Kabinett des Dr. Caligari (1919) einen stilisierten Szenenaufbau ein. 1922 ging Lubitsch nach Hollywood. Seine erste Regiearbeit dort war Rosita (1923) mit Mary Pickford. Anschließend erhielt er von Warner Brothers einen Vertrag für weitere Projekte. Seine geistreichen, temperamentvollen Komödien wurden auch in den USA zu Publikumserfolgen, wie The Marriage Circle (1924; Die Ehe im Kreise), Forbidden Paradise (1924; Das verlorene Paradies), Lady Windermere’s Fan (1925; Lady Windermeres Fächer, nach dem Stück von Oscar Wilde), Trouble in Paradise (1932; Ärger im Paradies), Design for Living (1933; Serenade zu dritt), Bluebeard’s Eighth Wife (1938; Blaubarts achte Frau) und Ninotchka (1939; Ninotschka, mit Greta Garbo).

Sehr erfolgreich waren auch die Operettenverfilmungen The Love Parade (1929) und The Merry Widow (1934). Das Merkmal von Lubitschs Filmen, Frivolität elegant einfließen zu lassen, ohne die Grenze zur Obszönität zu überschreiten, wird als „Lubitsch-Touch” bezeichnet. Mit feiner Ironie setzte sich Lubitsch in To Be or Not to Be (1942; Sein oder Nichtsein) sogar mit der Problematik der Judenverfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Heaven Can Wait (1943; Ein himmlischer Sünder) beschließt und vollendet die lange Reihe seiner Meisterwerke. Sein letzter Film, That Lady in Ermine (1948; Die Frau im Hermelin), wurde von Otto Preminger vollendet. Im März 1947 wurde er mit einem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ernst Lubitsch starb am 30. November 1947 in Hollywood.

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