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Hieron I.

Enzyklopädieartikel

Hieron I. (gestorben um 466 v. Chr.), Tyrann von Syrakus (478-466 v. Chr.), Bruder des Gelon. 485 folgte er seinem Bruder als Tyrann von Gela nach. In der Schlacht bei Himera 480 v. Chr. zwischen den sizilianischen Griechen unter Gelons Führung und Karthago begründete Hieron seinen militärischen Ruf.

Nach dem Tod seines Bruders 478 v. Chr. folgte er diesem auch als Tyrann von Syrakus und damit als Herr über nahezu das ganze griechische Sizilien nach. Hieron dehnte den syrakusischen Machtbereich noch aus: 477/76 v. Chr. griff er in die Auseinandersetzungen zwischen den griechischen Städten in Unteritalien ein, 475 v. Chr. gründete er Aitna am Ätna und 474 v. Chr. errang er bei Cumae einen entscheidenden Seesieg über die Etrusker. Dieser Sieg sicherte nicht nur die Unabhängigkeit der griechischen Kolonien in Unteritalien, sondern erlaubte es Hieron auch, auf Ischia eine syrakusische Kolonie zu gründen. Hieron starb um 466 v. Chr.; sein Nachfolger wurde sein Bruder Thrasybulos. Dieser wurde allerdings bald vertrieben, und Syrakus kehrte zu einer demokratischen Verfassung zurück.

Unter Hierons Herrschaft erlebte Syrakus eine Blütezeit. Hieron ließ in Syrakus prächtige Bauten errichten, finanziert durch die Beute aus seinen Siegen, und er versammelte einige der berühmtesten Dichter an seinem Hof, u. a. Aischylos, Pindar, Simonides und Epicharmos. Bei den Pythischen und den Olympischen Spielen siegte Hieron mehrfach im Pferde- und im Wagenrennen.

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