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Windows Live® Suchergebnisse BariumEnzyklopädieartikel
Barium, Symbol Ba, ein weiches, silberglänzendes, äußerst reaktives metallisches Element. Seine Ordnungszahl ist 56. Barium wurde erstmalig im Jahre 1808 von dem englischen Wissenschaftler Sir Humphry Davy in reiner Form dargestellt. Das Element reagiert heftig mit Wasser und korrodiert in feuchter Luft binnen kürzester Zeit. Aufgrund seines Reaktionsvermögens kommt es in der Natur nur in Verbindungen vor, vor allem in Mineralform als Bariumsulfat (BaSO4) und Bariumcarbonat (Witherit, BaCO3). Das Erdalkalimetall Barium steht in seiner Häufigkeit an 14. Stelle und macht ein Zweitausendstel der Erdkruste aus. Seine relative Molekülmasse beträgt 137,34. Das Element schmilzt bei circa 725 °C, siedet bei etwa 1 640 °C und besitzt eine relative Dichte von 3,7. Als Metall findet Barium wenig Verwendung. Teilweise wird es zur Beschichtung elektrischer Leiter in Elektrogeräten und in den Zündanlagen der Autos eingesetzt. Bariumsulfat (BaSO4) verwendet man als Füllstoff für Gummiprodukte, in Anstrichfarben und Linoleum. Ein Großteil des Bariumsulfats wird bei Erdölbohrungen verwendet. Dabei versucht man, mit dem Sulfat einen Bohrschlamm hoher Dichte zu erzeugen. Letzteren benötigt man, um die Bohrlöcher frei von Gesteinsbrocken zu halten. Bariumnitrat ist in Feuerwerkskörpern enthalten, Bariumcarbonat in Rattengiften. Eine Bariumsulfatform, die für Röntgenstrahlen undurchlässig ist, wird bei Röntgenuntersuchungen des Magen-Darm-Traktes angewandt (Röntgenkontrastmittel).
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