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Windows Live® Suchergebnisse SternbildEnzyklopädieartikel
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Sternbild, zweidimensionale, bildliche Anordnungen von Fixsternen am Himmel. Die Anordnungen entsprechen nicht der tatsächlichen räumlichen Lage der Sterne im Weltall, sondern entstehen zufällig durch die Projektion auf die Himmelswölbung. Die heutige Benennung der meisten Sternbilder des nördlichen Sternhimmels und des Tierkreises nach mythologischen Figuren, Tieren oder Dingen geht auf die griechische Antike zurück.
Die meisten Sternbilder sind für einen gegebenen geographischen Ort, z. B. der gemäßigten Breiten, nur während bestimmter Jahreszeiten zu sehen. Die Sterne, die dort das ganze Jahr über zu sehen sind, heißen Zirkumpolarsterne. Sie liegen in einem Kreis um den jeweiligen Himmelspol, der am nördlichen Sternhimmel durch den Polarstern markiert wird. Der Radius dieses Kreises in Grad entspricht der geographischen Breite des Beobachtungsortes. Am Nordpol (90 Grad Nord) stimmen die Zirkumpolarsterne mit dem nördlichen Sternhimmel überein, der hier ganzjährig (und theoretisch täglich) zu beobachten ist. Nur am Äquator ist prinzipiell im Laufe des Jahres der gesamte Sternhimmel zu sehen (der Polarstern liegt am Horizont), es gibt dort keine Zirkumpolarsterne (geographische Breite ist 0 Grad). In der Vergangenheit haben viele Völker die Sterne zu Bildern gruppiert, wobei ihre Anordnungen nicht immer mit denen der alten westlichen Welt übereinstimmten. Die bislang älteste Darstellung eines Sternbildes befindet sich offenbar auf einem Stück Mammutstoßzahn, das bereits 1979 in der Schwäbischen Alb gefunden und auf ein Alter von 32 500 Jahren geschätzt wurde. Die Elfenbeinschnitzerei zeigt allem Anschein nach das Sternbild Orion. Die Interpretation ist unter Experten jedoch sehr umstritten. Ebenfalls bekannte Zeichnungen von Sternbildern sind Motive auf Siegeln, Vasen und Spielbrettern der Sumerer, auf etwa 4000 v. Chr. datiert wurden. Die Sumerer benannten z. B. das Sternbild Wassermann nach ihrem Gott An, der das Wasser der Unsterblichkeit über die Erde gießt. Der Tierkreis wurde von den Babyloniern um 450 v. Chr. in zwölf gleiche Abschnitte eingeteilt. Die nördlichen Sternbilder unterscheiden sich in unseren Tagen kaum von denen, die den Chaldäern und den alten Ägyptern, Griechen und Römern bekannt waren. Homer und Hesiod erwähnten Sternbilder, der griechische Dichter Aratos von Soloi (um 315 bis etwa 245 v. Chr.) verfasste in Versen eine Beschreibung von 44 Sternbildern in seinem Werk Phainomena (Himmelserscheinungen). Der griechische Astronom und Mathematiker Ptolemäus beschrieb in seinem Almagest 48 Sternbilder, von denen wir heute noch 47 unter den gleichen Namen kennen. Ende des 16. Jahrhunderts kartierten europäischen Forscher erstmals die südlichen Gewässer und den südlichen Sternhimmel. Neue Sternzeichen wurden durch den holländischen Seefahrer Keyser hinzugefügt, der 1595 auch an der Erforschung Ostindiens beteiligt war. Später wurden andere südliche Sternzeichen durch den deutschen Astronomen Johann Bayer hinzugefügt. Er veröffentlichte den ersten umfassenden Sternenatlas der westlichen Welt, die Uranometria. Von Johannes Hevelius stammte der 1690 (nach seinem Tode) publizierte Himmelsatlas. Auch viele andere schlugen neue Sternbilder vor, aber die Astronomen einigten sich schließlich 1922 auf 88 Sternbilder. Die Grenzen der Sternbilder blieben jedoch strittig. Die Diskussion wurde erst 1928 mit der Festlegung der endgültigen Grenzen durch die Internationale Astronomische Union beendet. Griechische Buchstaben, gefolgt von der Genitivform des wissenschaftlichen Namens des Sternbildes, benutzt man bis heute, um etwa 1 300 helle Sterne zu benennen. Dieses System wurde von Johann Bayer 1603 eingeführt. Der Stern Algol im Sternbild Perseus z. B. heißt Beta Persei. Die begleitende Tabelle listet die wichtigsten Sternbilder auf.
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