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Windows Live® Suchergebnisse George Edward MooreEnzyklopädieartikel
George Edward Moore (1873-1958), britischer Philosoph. Professor in Cambridge 1911 bis 1939. Vertreter des philosophischen Realismus. Moore wurde am 4. November 1873 in Upper Norwood in London geboren und besuchte das Trinity College an der Universität Cambridge. Bertrand Russell, einer seiner Kommilitonen, ermunterte ihn, Philosophie zu studieren. In seinem berühmtesten Werk, Principia Ethica (1903), behauptet Moore, dass sich der Begriff des Guten auf eine einfache, nicht analysierbare und nicht erklärbare Eigenschaft von Dingen und Situationen beziehe. Das Gute sei keine natürliche Eigenschaft, da es nicht durch Sinneserfahrung, sondern nur durch eine Art moralischer Intuition verstanden werden könne. Moore behauptete weiter, dass die Eigenschaft der Güte in Erfahrungen wie der Freundschaft und dem ästhetischen Genuss offensichtlich sei. Die moralischen Begriffe Recht und Pflicht werden demnach im Sinne der Herstellung von etwas, dem Güte innewohnt, analysiert. Mehrere der Essays Moores, darunter The Refutation of Idealism (1903 in der Zeitschrift Mind, deren Herausgeber er von 1921 bis 1947 war), hatten entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des modernen philosophischen Realismus. In seinem erkenntnistheoretischen Ansatz war er Empirist; doch setzte er Erfahrung nicht mit Sinneserfahrung gleich, und er vermied den Skeptizismus, der häufig eine Begleiterscheinung des Empirismus ist. Schließlich verteidigte er die Ansicht des Common Sense, dass die Erfahrung aus der Kenntnis einer äußeren Welt, die unabhängig vom Geist sei, resultiere. Weitere Werke Moores sind Ethics (1912, Grundprobleme der Ethik), Philosophical Studies (1922) und Philosophical Papers (1959).
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