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Windows Live® Suchergebnisse Sir John RossEnzyklopädieartikel
Sir John Ross (1777-1856), schottischer Seefahrer und Polarforscher. Sir John Ross wurde 1818 von der englischen Admiralität beauftragt, das Nordpolarmeer im Norden Kanadas zu erforschen. Er sollte eine schiffbare Verbindung zwischen dem Atlantik und dem Pazifik auf der nördlichen Hemisphäre suchen, die legendäre Nordwestpassage. Insgesamt unternahm er drei vergebliche Versuche, diese Route zu finden. Auf seiner ersten Expedition, die er zusammen mit Sir William Edward Parry unternahm, erkundete er die Baffinbai und entdeckte die nördlichen Teile der Westküste Grönlands. Nachdem er von Parry der Abgabe eines fehlerhaften Berichts beschuldigt wurde, entzog ihm die britische Regierung die finanzielle Hilfe für eine weitere Fahrt. Seine zweite Expedition (1829 bis 1833), auf die ihn sein Neffe Sir James Clarke Ross begleitete, wurde von dem Geschäftsmann Felix Booth finanziert. Er vermaß auf dieser Forschungsfahrt die nördlichste Halbinsel des nordamerikanischen Festlands und nannte diese nach seinem Gönner Boothia-Halbinsel. Nahe King William Island (westlich Victoria Island) entdeckten er und sein Neffe 1831 den magnetischen Südpol. Für seine Verdienste in der Erforschung des Nordpolargebiets wurde John Ross 1833 von Königin Victoria geadelt und zum Konteradmiral ernannt. 1850 unternahm Sir John Ross seine dritte Polarfahrt, um den vermissten britischen Forscher Sir John Franklin zu finden. Sowohl diese, als auch andere Suchexpeditionen nach Franklin lieferten zunächst keine konkreten Nachrichten über dessen Verschwinden. Zu den Veröffentlichungen von Sir John Ross zählen u. a. Narrative of a Second Voyage in Search of a North-West Passage (1835, Die zweite Entdeckungsreise nach den Gegenden des Nordpols …).
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