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Sonnenuhr

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SonnenuhrSonnenuhr

Sonnenuhr, eines der ältesten Instrumente zur Messung der Zeit. Bei einer so genannten Schattenuhr wurde die Ortszeit aus der Lage des Schattens eines von der Sonne beschienenen Stabes ermittelt. Im Gegensatz dazu gelang die Zeitbestimmung bei der Lichtuhr mit Hilfe des durch ein Lichtloch tretenden Sonnenstrahles. Der so genannte Gnomon oder Schattenmesser bestand aus einem Stab aus Metall oder anderem Material (z. B. Holz), den man senkrecht auf einer ebenen Fläche aufstellte – bei einfacheren Modellen war dies die Erdoberfläche. Wenn die Sonne auf den Stab schien, bestimmte die Länge und die Richtung des entstehenden Schattens die Zeit. Bei späteren Modellen war die ebene Fläche mit Markierungen versehen. In der Antike nutzte man Gnomone für astronomische Untersuchungen – z. B. Bestimmung von Sonnenwenden und Jahreszeiten (siehe Stonehenge). Berichten von Herodot zufolge übernahmen die Griechen das Gnomon von den Babyloniern (siehe Babylonien). Bei der so genannten ebenfalls seit der Antike bekannten Skaphe handelt es sich um eine ausgehöhlte Halbkugel, die mit Zeitmarkierungen versehen war. Im Zentrum der Halbkugel befand sich eine vertikal stehende, Schatten werfende Spitze. Zur Berechnung der Normalzeit aus der Sonnenzeit verwendete man besondere Tabellen, weil die scheinbare Geschwindigkeit der Sonne sich innerhalb des Jahres ändert. Sonnenuhren wurden bis ins 18. Jahrhundert verwendet und erst dann allmählich durch Zeitgeber und Uhren verdrängt.

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