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Windows Live® Suchergebnisse Howard HughesEnzyklopädieartikel
Howard Hughes (1905-1976), amerikanischer Geschäftsmann, Erfinder und Filmproduzent. Als Erbe der umsatzstarken Firma Hughes Tool Company gehörte er zu den reichsten Männern der Welt. Seine Prosperität nutzte er als passionierter Flieger und Flugzeugkonstrukteur sowie als Produzent von Spielfilmen. Hughes wurde am 24. Dezember 1905 in Houston (Texas) geboren. Seine Ausbildung absolvierte er am Rice Institute und am California Institute of Technology. Mit 18 Jahren erbte er die von seinem Vater gegründete Hughes Tool Company, eine Firma, die Werkzeuge und Equipment zur Erdölbohrung und -förderung herstellte. 1926 kam er nach Hollywood, wo er seine reichen Firmenerträge in die Produktion von Filmen investierte. Zu seinen erfolgreichsten Filmen gehören die romantischen Komödien Two Arabian Knights (1927) und The Front Page (1931) sowie der düstere Kriminalfilmklassiker Scarface (1932) von Howard Hawks. Hughes förderte den Karrierestart von Jean Harlow, die mit seiner ersten Regiearbeit, dem Fliegerfilm Hell’s Angels (1930; Die Engel der Hölle) ihren Durchbruch hatte. Nachdem der exzentrische Hughes bereits im Alter von 14 Jahren Interesse am Fliegen entwickelt hatte, verließ er 1932 Hollywood für einige Monate, um unter falschem Namen bei American Airways als Copilot zu arbeiten und sich Kenntnisse in Flugzeugtechnik anzueignen. Anschließend gründete er die Hughes Aircraft Company und machte sich einen Namen als Pilot und Flugzeugkonstrukteur. Zwischen 1935 und 1938 stellte er mit selbst konstruierten Maschinen einige Flugweltrekorde auf (Geschwindigkeitsweltrekord 1935, transkontinentaler Geschwindigkeitsrekord 1936, Flug um den ganzen Globus in 91 Stunden 1938). Anschließend konzentrierte Hughes sich wieder auf die Filmproduktion. Ende der dreißiger Jahre entdeckte er Jane Russell für das Kino und drehte mit ihr den Western The Outlaw (1943; Geächtet), ein Werk, das trotz bescheidener ästhetischer Qualitäten bereits vor seiner Veröffentlichung in der Öffentlichkeit für Aufsehen sorgte. Der Film wurde zum Skandal wegen einiger freizügiger, nach den Regeln des Hays Code jedoch anstößiger Szenen, die die körperlichen Vorzüge der Hauptdarstellerin akzentuieren, und wurde daraufhin von der Zensur bis 1946 verboten. Während des 2. Weltkrieges versuchte Hughes, die US Airforce durch Bau eines neuen Flugzeugs zu unterstützen. Die Konstruktion der riesenhaften Hercules (Spitzname „Spruce Goose”), bis dato die größte Maschine in der Geschichte der Luftfahrt, verursachte immense Kosten und dauerte schließlich fünf Jahre. Der einzige, der die Hercules schließlich flog, war im Jahr 1947 ihr Konstrukteur Howard Hughes. Militärisch ein Fehlschlag, brachte das Projekt jedoch wertvolle Erkenntnisse für die amerikanische Luftfahrttechnik. Im Jahr 1946 überlebte Hughes bei einem Testflug den Absturz eines von ihm konstruierten und gesteuerten Flugzeugs in Beverly Hills, bei dem er sich lebensgefährliche Verletzungen zuzog. Nach seiner Genesung widmete sich Hughes erneut der Filmpoduktion, und er erwarb 1948 den Hauptanteil der erfolgreichen Produktionsgesellschaft RKO, eines von Hollywoods Major Studios, das unter seiner Leitung in der ersten Hälfte der fünfziger seinen Niedergang erlebte. Durch einen überraschenden finanziellen Coup verkaufte er die hochverschuldete Firma schließlich mit einem Profit von zehn Millionen US-Dollar. 1957 heiratete er die Filmschauspielerin Jean Peters, bekannt aus Filmen wie Anne of the Indies (1951; Die Piratenkönigin) oder Niagara (1953; Niagara). Nachdem er sich bereits zuvor weitgehend zurückgezogen hatte, isolierte sich Hughes ab November 1966 völlig von der Außenwelt. Mit Hilfe von Fernkommunikation leitete er jedoch weiterhin seine erfolgreichen Firmen Hughes Tool, Hughes Aircraft und das Hughes Medical Institute. Howard Hughes starb am 5. April 1976 während eines Fluges von Acapulco nach Houston.
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