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Windows Live® Suchergebnisse La ScalaEnzyklopädieartikel
La Scala, eigentlich Teatro alla Scala, Opernhaus in Mailand. Sie ist eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt. Die Scala wurde im Auftrag der Kaiserin Maria Theresia von dem klassizistischen Architekten Giuseppe Piermarini erbaut, nachdem das alte Theater 1776 einem Brand zum Opfer gefallen war. Dem Neubau musste die Kirche Santa Maria della Scala weichen, die 1381 von der Familie della Scala, den Herrschern über Verona im späten Mittelalter, errichtet worden war. Das neue Opernhaus wurde am 3. August 1778 mit einer Aufführung von L’Europa riconosciuta von Antonio Salieri eröffnet. 1867 wurde das Gebäude neu gestaltet und 1921 komplett modernisiert. Die Scala etablierte sich bald als eines der führenden Opernhäuser Europas und wurde zum Symbol der Musikkultur Italiens. Viele wichtige Uraufführungen fanden hier statt, darunter Die diebische Elster von Gioacchino Rossini (1817), Norma von Vincenzo Bellini (1831), Otello (1887) und Falstaff (1893) von Giuseppe Verdi sowie Madame Butterfly (1904) und Turandot (1926) von Giacomo Puccini. Im 2. Weltkrieg wurde die Scala schwer beschädigt und nach Kriegsende innerhalb kurzer Zeit wieder aufgebaut (wiedereröffnet am 11. Mai 1946 mit einem Konzert unter Arturo Toscanini). Allerdings führte der überhastete Wiederaufbau zu einigen baulichen Mängeln, die sich u. a. negativ auf die Akustik auswirkten. Nicht zuletzt aufgrund dieser Einschränkungen büßte das Opernhaus in den folgenden Jahrzehnten an Renommee ein. Nach langen Debatten über die Notwendigkeit und den Umfang einer Grundsanierung wurde die Scala 2001 für den Umbau geschlossen; die Aufführungen fanden in den folgenden rund drei Jahren in einem am nördlichen Stadtrand Mailands als Ausweichquartier eigens errichteten Opernhaus statt. Große Teile des Gebäudeinneren wurden abgerissen und unter der Leitung des Schweizer Architekten Mario Botta mit moderner Bühnentechnik neu errichtet; erhalten blieben außer der Fassade nur der Zuschauerraum und das Foyer, die ihre originale Ausstattung von 1778 zurückerhielten. Das komplett neu erbaute Bühnenhaus besitzt enorme Ausmaße: es ist 38 Meter hoch und 18 Meter tief. Wiedereröffnet wurde die Scala am 7. Dezember 2004 unter der musikalischen Leitung von Riccardo Muti mit einer Aufführung von Salieris L’Europa riconosciuta, der Oper, die auch bei der Ersteröffnung 1778 gezeigt worden war. Das Theater hat eine Sitzkapazität von 2 030 Plätzen, und es verfügt über zwei weitere kleinere Bühnen für Proben und Kammeropern.
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