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Windows Live® Suchergebnisse Halle (Saale)Enzyklopädieartikel
Halle (Saale), kreisfreie Stadt im Bundesland Sachsen-Anhalt, an der Saale. In Halle (Saale) werden u. a. Maschinen, Fahrzeuge, Nahrungsmittel, chemische und pharmazeutische Produkte hergestellt. Die Stadt ist Sitz der Universität Halle (1694), die 1817 mit der Universität Wittenberg (1502) zusammengelegt wurde und 1933 den Namen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhielt. Zudem gibt es eine Hochschule für Kunst und Design, eine Evangelische Hochschule für Kirchenmusik und die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören das mittelalterliche Rathaus, die Moritzkirche (14.-16. Jahrhundert), die Moritzburg (15./16. Jahrhundert; 1637 zerstört) und der Dom (13. Jahrhundert; im 16. Jahrhundert umgebaut). Auf dem Marktplatz stehen der Rote Turm (15. Jahrhundert) und eine Statue des Komponisten Georg Friedrich Händel, der 1685 in Halle geboren wurde. Schon während der Bronzezeit und der Eisenzeit wurde in der Gegend von Halle (Saale) Salz gewonnen. Eine Salzsiedersiedlung entstand im 9. Jahrhundert in der Nähe eines fränkischen Kastells. Im 12. Jahrhundert erhielt Halle Stadtrecht. Im 13. und 14. Jahrhundert war die Stadt Mitglied der Hanse. Von 1503 bis 1680 residierten hier die Erzbischöfe von Magdeburg; 1680 kam Halle an das Herzogtum Brandenburg. Im 18. und 19. Jahrhundert war die Stadt ein Mittelpunkt des deutschen Geisteslebens: hier lehrten u. a. Christian Thomasius und Christian Freiherr von Wolff; mit Joseph von Eichendorff, Clemens Brentano und Johann Ludwig Tieck studierten an der Universität Halle führende Vertreter der deutschen literarischen Romantik. 1754 promovierte hier die erste Frau Deutschlands (im Fach Medizin). Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt aufgrund ihrer Bedeutung als Industrie- und Eisenbahnzentrum stark bombardiert. Von 1952 bis 1990 war sie Hauptstadt des DDR-Bezirks Halle. Am 15. Oktober 1998 wurde nach zweijähriger Bauzeit die Georg-Friedrich-Händel-Halle eröffnet. Sie ist die erste Kongress- und Konzerthalle, die nach der Wende in Ostdeutschland gebaut wurde. In dem Gebäude ist das Philharmonische Staatsorchester von Sachsen-Anhalt untergebracht. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 239 000.
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