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Windows Live® Suchergebnisse BaumwollkapselkäferEnzyklopädieartikel
Baumwollkapselkäfer, Art aus der Familie der Rüsselkäfer, der als Schadinsekt Baumwollpflanzen befällt. Ausgewachsene Baumwollkapselkäfer sind durch einen lang gezogenen Rüssel gekennzeichnet, grau gefärbt und werden in der Regel nicht länger als sechs Millimeter. Er ernährt sich ausschließlich von Baumwollpflanzen: Im Frühjahr beißen die Weibchen Löcher in die Knospen und Samenkapseln von Baumwollpflanzen und legen ihre Eier dort hinein. Aus den Eiern schlüpfen nach drei bis fünf Tagen die Larven. Die gesamte Entwicklung des Baumwollkapselkäfers vom Ei bis zum eierlegenden Erwachsenen dauert etwa drei Wochen. Während eines Sommers können sich daher vier bis fünf Generationen entwickeln und fortpflanzen. Die Larven leben im Gewebe der Knospen und Samenkapseln und schädigen sie durch ihre Nahrungsaufnahme. Eine befallene Knospe fällt entweder ab oder verbleibt in verkümmertem Zustand an der Pflanze. Die im Herbst schlüpfenden Käfer überwintern im Gras oder alten Samenkapseln. Im Frühjahr kommen sie wieder hervor, um sich fortzupflanzen. Baumwollkapselkäfer wurden als Schadinsekten zunächst in Mittelamerika und auf den Westindischen Inseln bekannt. Im Jahr 1863 kam der Baumwollanbau in Mexiko durch verheerende Schäden zum Erliegen. Um 1892 breiteten sich die Baumwollkapselkäfer über den Rio Grande nach Brownsville im US-Bundesstaat Texas aus. Von dort schritt die Verbreitung der Käfer nach allen Seiten rasch voran. Heute ist er in allen Gebieten der Vereinigten Staaten mit Baumwollanbau östlich der Rocky Mountains zu finden. Siehe auch Schädlingsbekämpfung Systematische Einordnung: Der Baumwollkapselkäfer gehört zur Familie Curculionidae der Ordnung Coleoptera. Sein wissenschaftlicher Name lautet Anthonomus grandis.
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